verlieren auch beim DEL-Schlusslicht

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Pinguins-Torwart Maximilian Franzreb war einmal mehr bester Bremerhavener Spieler auf dem Eis, konnte trotz zahlreicher Glanzparaden aber auch nicht die Niederlage bei den Bietigheim Steelers verhindern.

Pinguins verlieren auch beim DEL-Schlusslicht

Die Fischtown Pinguins verlieren in der Deutschen Eishockey-Liga beim Schlusslicht Bietigheim Steelers und befinden sich im freien Fall.

Die Fischtown Pinguins befinden sich nach ihrem überragenden Saisonstart im freien Fall. Am Sonntag kassierten die Bremerhavener in der Deutschen Eishockey-Liga beim Schlusslicht Bietigheim Steelers die achte Niederlage aus den letzten zehn Spielen.

Seit den Ausfällen zahlreicher Leistungsträger will bei den Bremerhavenern nicht mehr viel zusammenlaufen. Die Mannschaft erhält sich zwar in jedem Spiel die Chance auf einen Erfolg, steht am Ende aber zumeist mit leeren Händen da. So auch beim 1:2 nach Verlängerung bei den Bietigheimern.

„Im Moment machen wir immer mehr die kleinen Fehler. Ich habe das Gefühl, dass jeder ein bisschen mehr machen will und es dann aber in die falsche Richtung geht. Einige hatten in den letzten Wochen wohl auch etwas zu viel Eiszeit“, hadert Trainer Thomas Popiesch. „Wir können die Ausfälle nicht kompensieren, die auch in den Powerplays entscheidende Positionen bekleiden. Es ist immer nur ein Tor Unterschied gewesen die letzten Wochen und genau dieses könnten diese Spieler machen. Wir haben aber einfach keinen fünften oder sechsten Quarterback, der so schießen kann wie ein Jan Urbas.“

Neben dem Kapitän und Topspieler fehlt weiterhin auch dessen kongenialer Partner Ziga Jeglic sowie die Verteidiger Nicholas Jensen und Patch Alber. Wann eventuell wieder ein Einsatz möglich ist? Offen. Zumindest Urbas absolviert schon wieder leichte Einheiten auf dem Eis. Und auch ohne das Quartett spielten die Pinguins zunächst deutlich zielgerichteter als noch am Freitag bei der 0:3-Niederlage gegen den ERC Ingolstadt. Doch einmal mehr scheiterten die Bremerhavener an ihrer Effizienz. Zudem blieb das Tabellenschlusslicht stets über Konter gefährlich.


Franzreb hält Pinguins mit Glanzparaden im Spiel

Der fahrlässige Umgang mit den Chancen sollte sich im zweiten Abschnitt rächen. Die Bietigheimer kamen mit viel Power aus der Kabine und erarbeiteten sich hochkarätige Chance im Sekundentakt. Und es sollte nicht nur bei dieser Anfangsoffensive bleiben. Der Durchgang entwickelte sich zu einem Duell zwischen den Hausherren und Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb. So wie in der 29. Spielminute, als Daniel Weiß auf das vermeintlich leere Tor schoss - der Schlussmann aber durch den Torraum segelte und doch noch mit dem Stockhandschoner dazwischen kam. Der 26-Jährige hielt die Bremerhavener mit Glanzparaden im Spiel und scheint sich aktuell von Spiel zu Spiel zu steigern, seit er nach dem Aus von Brandon Maxwell im Dauereinsatz ist. In eigener Überzahl musste sich dann jedoch auch der Keeper geschlagen geben. Weiß wurde nicht attackiert, hatte freie Fahrt durch den Torraum und netzte den ersten Shorthander der Bietigheimer in dieser Saison ein. „Das 0:1 in Überzahl zu kassieren, ist natürlich schon eine Ansage“, monierte Popiesch.


Andersen trifft noch zum Ausgleich

Der Schlussabschnitt startetet mit einem weiteren Powerplay der Gäste - und erneut hatten die Steelers durch Weiß die größere Chance. Während das Schlusslicht die Scheibe flüssig laufen ließ, bauten die Pinguins immer wieder Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein.

Den Kampfgeist kann man den Bremerhavenern jedoch nie absprechen und so versuchten sie auch am Sonntagnachmittag alles, um noch den Ausgleich zu erzwingen - und wurden belohnt. Niklas Andersen zeichnete in der 51. Spielminute für das 1:1 verantwortlich und erzwang die Verlängerung. In der traf Steelers-Stürmer Chase Berger im Nachschuss (63.) nach einer weiteren Glanzparade von Franzreb.

„Wir kämpfen nicht genug, bringen nicht genug Schüsse auf das Tor und arbeiten nicht genug füreinander. Und das muss man, um Spiele zu gewinnen. Wir müssen zu den Basics zurück und zum Pinguins-Hockey“, haderte auch der Torschütze Niklas Andersen nach der Partie am Mikrofon von „Magentasport“.

Bietigheim - Pinguins 2:1 n. V.

Tore: 1:0 (35:58) Weiß (Prommersberger, Maione/bei 4-5), 1:1 (50:47) Andersen (Samuelsson, Bruggisser), 2:1 (62:22) Berger (Braun, Wilkie).

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Erstellt:
4. Dezember 2022, 16:29 Uhr
Lesedauer:
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