pfel“ in Berlin ist ein Mutmacher für die Pinguins

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Skyler McKenzie (Zweiter von links) erzielte das 1:2 für die Fischtown Pinguins.

„Krisengipfel“ in Berlin ist ein Mutmacher für die Pinguins

In der Deutschen Eishockey-Liga haben die Fischtown Pinguins bei den Eisbären Berlin gespielt.

Die Fischtown Pinguins haben Moral gezeigt und im DEL-„Krisengipfel“ bei den Eisbären Berlin einen 0:2-Rückstand aufgeholt, dann aber nach Verlängerung mit 2:3 verloren.

Im „Krisengipfel“ der Deutschen Eishockey-Liga konnten die 9.197 Zuschauer kein Zauber-Eishockey zu erwarten, und das boten beide Mannschaften auch nicht. Berlin hatte aus den zehn Spielen zuvor neun Punkte geholt, Bremerhaven sogar nur sechs. Bei solchen Bilanzen heißt es zumeist: kein Risiko, Fehler minimieren. Eine halbe Stunde lang waren die Pinguins zu passiv, dann aber zeigten sie ein viel besseres Spiel, das auch Mut macht für die kommenden Partien. Sie verdienten sich nach 0:2-Rückstand noch den Ausgleich, mit etwas Spielglück wäre auch ein Sieg drin gewesen.

„Ein Punkt ist immerhin etwas, aber wir müssen wieder anfangen, zwei und drei Punkte zu sammeln. Sonst rutschen wir in der Tabelle weiter ab, was wir natürlich nicht wollen“, sagte Alex Friesen, der am Freitag den weiterhin verletzten Jan Urbas als Kapitän vertrat, bei „Magentasport“. Pinguins-Trainer Thomas Popiesch sagte: „Wir müssen schauen, dass wir grundsätzlich so weiterspielen und dann einen Weg finden, zu gewinnen. Solche Spiele haben wir zwischendrin gewonnen, weil wir den ,Lucky Punch‘ zum Sieg gesetzt haben.“


Patch Alber gibt Comeback nach Verletzung

Die Pinguins, bei denen mit Patch Alber zumindest einer der verletzten Spieler zurück im Kader war, ließen zu Beginn etwas zu viele Aktionen der Berliner direkt vor ihrem Tor zu, konnten sich aber auf ihren Torhüter Maximilian Franzreb verlassen. Der Grund, warum die Eisbären nach dem ersten Drittel führten, war im Powerplay zu finden. Während die Pinguins in Überzahl zunächst noch nicht wieder den Funken zündeten, machten die Berliner gut Druck. Im ersten Powerplay traf Marcel Noebels den Pfosten, im zweiten fiel das 1:0. Nach einem Schuss von Kevin Clark war Giovanni Fiore reaktionsschneller als Nino Kinder und staubte ab. Bitter: das Tor fiel 4,8 Sekunden vor der Pausensirene. Die Berliner kamen zum 2:0 durch einen Schuss von Morgan Ellis, der vorm Tor von Clark unhaltbar abgefälscht wurde (26.). Noebels und Clark waren dem 3:0 nahe, doch dann war endlich mal ein Forecheck der Pinguins erfolgreich. Miha Verlic erzwang den Scheibengewinn, Christian Wejse legte auf für Skyler McKenzie, der das 1:2 erzielte (31.).


Friesen trifft in Unterzahl zum 2:2

Zwar musste Franzreb einmal bei einem Alleingang von Noebels retten, aber die Pinguins hatten jetzt mehr eigene Aktionen. Und bei einem Powerplay einige Schusschancen. Vor allem in zwei weiteren Überzahlspielen gleich zu Beginn des Mitteldrittels, zeigten die Pinguins, dass sie das Powerplay nicht verlernt haben. Mit vielen Direktpässen zogen sie die Berliner auseinander, nur schlug keiner der Schüsse von Phillip Bruggisser, Niklas Andersen und Miha Verlic ein. Aber: Spielen die Pinguins so weiter in Überzahl, werden auch wieder Tore fallen. Das sah auch Popiesch so: „Wir haben die Scheibe schnell und sicher laufen lassen und gute Sachen kreiert. Das müssen wir kontinuierlich weitermachen“, sagte er.

Für das Selbstvertrauen war die Powerplay-Phase auf jeden Fall gut. Das Tor fiel dann wenig später in Unterzahl. Alex Friesen fing einen Pass von Alexandre Grenier ab und überwand Eisbären-Torhüter Tobias Ancicka zum 2:2 (47.). Beinahe wäre diese Überzahl für die Eisbären komplett zum Desaster geworden. Von der Strafbank kommend lief Patch Alber allein auf Ancicka zu, doch diesmal hielt der Berliner. So wurden es extrem spannende Schlussminuten mit einem Chancenplus für die Eisbären und einem erneut bärenstarken Franzreb im Tor der Pinguins. Mit 2:2 ging es in die Verlängerung. In der entschied Giovanni Fiore mit einem Alleingang, bei dem er Philip Samuelsson schlecht aussehen ließ, nach 54 Sekunden das Spiel zugunsten der Berliner. „Das 2:2 war ein gerechtes Ergebnis. Aber mit dem Gegentor in der Verlängerung bin ich unzufrieden, das darf nicht so einfach fallen“, ärgerte sich Popiesch. „Grundsätzlich war es aber ein gutes Spiel für uns. Wir haben als Mannschaft zusammengearbeitet.“

Für die Pinguins geht es in der DEL am Sonntag (19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt weiter.

Für die Fischtown Pinguins geht es in der DEL am Sonntag (19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt weiter.

Berlin - Pinguins 3:2 n.V. (1:0; 1:1; 0:1; 1:0)

Tore: 1:0 (19:56) Fiore (Clark, Boychuk) bei 5/4; 1:1 (24:03) Clark (Ellis, Noebels); 2:1 (30:03) McKenzie (Wejse, Verlic); 2:2 (46:54) Friesen (ohne Assist); 3:2 (60:54) Fiore (Müller, Boychuk)

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Erstellt:
9. Dezember 2022, 21:47 Uhr
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