verlieren in Nürnberg - Ärger um Maskentreffer

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Philip Samuelsson (links) und Nürnbergs Danjo Leonhardt im Zweikampf vor dem Pinguins-Tor.

Pinguins verlieren in Nürnberg - Ärger um Maskentreffer

In der Deutschen Eishockey-Liga haben die Fischtown Pinguins bei den Nürnberg Ice Tigers gespielt.

Die Fischtown Pinguins hatten bei den Nürnberg Ice Tigers durchaus die Chance auf Punkte, doch zehn schwache Minuten brachten sie um diese Gelegenheit. Torhüter Maximilian Franzreb stand im Mittelpunkt einer umstrittenen Szene.

Die Pinguins waren mit einem Kantersieg gegen Bietigheim ins neue Jahr gestartet, insgesamt hatten sie sieben der letzten acht Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga gewonnen. In Nürnberg waren auch Punkte drin, aber zehn schwache Minuten im Mitteldrittel verhinderten das. Am Ende unterlagen die Pinguins mit 2:3. „Grundsätzlich hätte die Mannschaft mehr verdient gehabt, sie hat vieles richtig gemacht. Aber Nürnberg hat einfach und konsequent gespielt“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch.

Nürnberg hatte zu Beginn mehr Spielanteile und mehr Gelegenheiten. Die erste Großchance hatten jedoch die Pinguins, nachdem Ross Mauermann die Scheibe erobert hatte. Doch er scheiterte an Torhüter Niklas Treutle. Auf der Gegenseite zeigte Franzreb, warum er es nach dem Bietigheim-Spiel (5:0) auf Platz eins der DEL-Torhüter in Sachen Fangquote (93,4 Prozent) geschafft hat. Stellungssicher und ruhig vereitelte er alle Chancen. Hätten seine Mitspieler eine ähnlich Ruhe gehabt, hätten die Pinguins durchaus mehr Chancen erspielen können. Doch zu oft wurde die Scheibe früh verloren, so dass keine längere Druckphase entstand.

Ganz anders in den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels, als die Pinguins das Spiel nahezu komplett vor das Tor der Gastgeber verlagerten und durch Mauermann mit 1:0 in Führung gingen (23.). Im nächsten Wechsel wäre Niklas Andersen fast umgehend das 2:0 gelungen, doch Treutle hielt. Mitten in die Bremerhavener Druckphase hinein dann eine Dreifach-Chance der Nürnberger. Erst rettet Vladimir Eminger mit dem Schläger, dann Moritz Wirth auf der Linie und den dritten Schuss hielt Franzreb.


Nach einem Pfostentreffer kippt das Momentum

Nach einem Pfostentreffer von Ryan Stoa (32.) wechselte das Momentum komplett auf die Nürnberger Seite. Aus der Szene folgte ein Powerplay, in dem die Ice Tigers sechs, sieben gute Abschlüsse hinbekamen - und das 1:1 durch einen tollen Schuss von Gregor MacLeod erzielten (34.). Der überragende Nürnberger war auch am 2:1 beteiligt, das er für Dane Fox auflegte (37.). Bei dessen Direktschuss war Franzreb machtlos. Die Pinguins waren erleichtert, als endlich die Sirene ertönte und sie in der zweiten Drittelpause die Chancen bekamen, sich neu zu sammeln. Doch der nächste Rückschlag kam nach nur 47 Sekunden. Daniel Schmölz lenkte einen Schuss von Marcus Weber zum 3:1 ins Tor. Ein Treffer, der Franzreb erzürnte. Er reklamierte, dass er zuvor einen Schuss von Tyler Sheehy an die Maske bekommen hat. Doch die Schiedsrichter ließen weiterspielen. Sehr zum Ärger auch von Trainer Popiesch: „Bei Maxi ist die Maske aufgegangen, da müssen die Schiedsrichter abpfeifen. Das diskutiere ich nicht. Das hat nichts mit dem Spielausgang zu tun, aber das ist eine Respektlosigkeit dem Torhüter gegenüber, dass sie nicht abpfeifen, wenn er anzeigt, dass etwas passiert ist.“


Pinguins machen am Ende viel Druck

Zwei Strafen gegen Nürnberg in kurzer Folge ließen die Pinguins ins Spiel zurückkommen. Das erste Überzahlspiel blieb trotz guter Chancen ungenutzt, aber nach dem nächsten Pfiff gelang Nicholas Jensen bei angezeigter Strafe mit dem sechsten Feldspieler das 2:3 (51.). Andrew Bodnarchuk lenkte den Schuss unglücklich ins eigene Tor ab.

Bremerhaven machte viel Druck in den letzten Minuten und bekam drei Minuten vor Schluss ein weiteres Überzahlspiel. Markus Vikingstad zielte knapp daneben, Jensen scheiterte an Treutle - die Chancen zum 3:3 blieben ungenutzt. Dann versuchten es die Pinguins mit sechs Feldspielern, doch Skyler McKenzie scheiterte mit der letzten Ausgleichschance.

Nach dem Spiel kamen die Pinguins gar nicht erst nach Hause, sondern blieben eine weitere Nacht in Nürnberg, um dann nach Iserlohn weiterzureisen. Bei den Roosters bestreiten die Bremerhavener bereits am Freitag (19.30 Uhr) die nächste DEL-Partie.

Nürnberg - Pinguins 3:2 (0:0; 2:1; 1:1)

Tore: 0:1 (22:57) Mauermann (Tyrväinen, Vikingstad); 1:1 (33:58) MacLeod (Schofield, Schmölz) bei 5/4; 2:1 (36:45) Fox (MacLeod); 3:1 (40:47) Schmölz (Weber, Welsh); 3:2 (50:13) Jensen (Bruggisser, Urbas) bei angezeigter Strafe

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Erstellt:
4. Januar 2023, 21:45 Uhr
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