verlieren knapp in Straubing

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Nicht nur in dieser Szene gegen Mike Connolly zeigte Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb seine Klasse.

Pinguins verlieren knapp in Straubing

Die Fischtown Pinguins haben in der Deutschen Eishockey-Liga bei den Straubing Tigers gespielt.

Die Fischtown Pinguins hatten einen Fuß in der Tür, doch sie konnten nicht durchgehen. Nach einem starken zweiten Drittel schien es, als könnten die Pinguins bei den Straubing Tigers gewinnen. Doch die Bremerhavener verloren noch.

In der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga bleiben die Fischtown Pinguins trotz der 3:4-Niederlage auf dem vierten Platz. Nach schwachem ersten Drittel und einem 0:1-Rückstand drehten die Pinguins das Spiel auf 2:1 und hatte mehrfach die Chance auf das vielleicht vorentscheidende 3:1. Das fiel jedoch nicht, so dass Straubing das Spiel im Schlussdrittel doch gewann. „So simpel ist es manchmal. Gerade bei Auswärtsspielen sind solche Momente entscheidend“, sagte Trainer Thomas Popiesch über die vergebenen Chancen.

Personell gab es gegenüber dem Sieg gegen Schwenningen keine Veränderungen, mit den verletzten Nicholas Jensen, Patch Alber, Jan Urbas und Ziga Jeglic sowie dem gesperrten Philip Samuelsson fehlten weiter mehrere Schlüsselspieler. Der neue Torhüter Niklas Svedberg war zwar mitgereist, schaute sich das Spiel aber nur von der Tribüne an. Er sah eine Pinguins-Mannschaft, die zu Beginn große Probleme hatte sich zu befreien. Immer wieder zwangen die Tigers die Pinguins-Spieler zu Fehlern. So wie beim 1:0 von Jason Akeson. Pinguins-Verteidiger Moritz Wirth spielte ihm den Puck im eigenen Drittel genau in die Kelle, der DEL-Topscorer der Vorsaison ließ sich die Chance nicht entgehen (4. Minute). Es blieb nicht der einzige Fehler der Pinguins im Aufbau, im Straubinger „Eisschrank“ wirkten die Pinguins wie steifgefroren. Zwar waren sie nach dem Gegentor selber kurz am Drücker und hatten vor allem im Powerplay zwei gute Möglichkeiten durch Dominik Uher und Skyler McKenzie, aber spielerisch bekamen sie keinen Zugriff auf das Spiel. Oft kam schon der erste Pass in der eigenen Zone nicht beim Mitspieler an.


Zwei schnelle Tore im Powerplay

Sicherheit fanden die Pinguins im zweiten Drittel durch zwei schnelle Powerplay-Tore. Nach 21 Sekunden war es Alex Friesen, der Tigers-Torhüter Hunter Miska zum 1:1 (21.) überwand. Die gleiche Formation traf nur 102 Sekunden später erneut, und das mit einem ähnlichen Muster. Diesmal war Niklas Andersen der Torschütze zum 2:1 (23.). An beiden Treffern hatte Christian Wejse seinen Anteil, weil er vor dem Tor ackerte und Torhüter Miska die Sicht nahm. Da waren die Pinguins mal so cool wie die kalte Luft im Stadion am Pulverturm in Straubing.

Nicht nur wegen der beiden Tore war es jetzt ein anderes Spiel. Die Pinguins eroberten viele Scheiben schon früh, so dass sie hinten gar nicht unter Druck kamen, Und im eigenen Aufbau machten sie die Abstände zum Mitspieler kürzer, so dass die Pässe weniger fehleranfällig waren.

Mit mehr Sicherheit hinten ging mehr Freiheit vorne einher. Andersen schloss einen 2:1-Angriff ab, Miska hielt. Dann verhinderte Ex-Pinguin Cody Lampl mit einer starken Aktion das 3:1 des einschussbereiten Andersen. Erst in den letzten fünf Minuten des Mitteldrittels war Straubing wieder da - der bärenstarke Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb aber auch. Er verhinderte gegen Sandro Schönberger und Mike Connolly den Ausgleich und hatte etwas Glück bei einem Lattenschuss von Garrett Festerling.


McKenzie verpasst die Chance zum 3:1

Skyler McKenzie hatte in der 42. Minute die große Chance, auf 3:1 zu erhöhen, als er das freie Tor vor sich hatte. Doch er vergab. So blieb Straubing im Spiel und kam in einem Überzahlspiel zum 2:2 durch Luke Adam (46.). Damit schlug das Spiel-Pendel wieder in Richtung der Gastgeber aus, die wenig später in Führung gingen. Travis St. Denis verwertete einen Pass von Marcel Brandt zum 3:2 (49.). Die Entscheidung besorgte Jason Akeson mit einem Empty-Net-Tor zum 4:2 (59.). Zwar traf Markus Vikingstad noch zum 3:4, aber danach waren nur noch 3,5 Sekunden zu spielen - zu wenig. „Wir hatten die Chancen, wenn man die nicht macht, ist Straubing wieder da. Uns hat es an Qualität und an Präzision gefehlt“, sagte Popiesch. „Franzi hat super im Tor gespielt und die fünf Verteidiger haben es auch gut gemacht. Aber wir haben es Straubing manchmal zu einfach gemacht und ihnen mit unseren Scheibenverlusten das Momentum gegeben.“

Straubing - Pinguins 4:3 (1:0; 0:2; 3:1)

Tore: 1:0 (3:30) Akeson (ohne Assist); 1:1 (20:21) Friesen (Bruggisser, Uher) bei 5/4; 1:2 (22:03) Andersen (Friesen, Bruggisser) bei 5/4; 2:2 (45:24) Adam (Akeson, Manning) bei 5/4; 3:2 (48:30) St. Denis (Brandt, Kohl); 4:2 (58:53) Akeson (Connolly) ENG; 4:3 (59:57) Vikingstad (McKenzie, Eminger) EA

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Erstellt:
30. November 2022, 21:47 Uhr
Lesedauer:
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