verzweifeln an der Düsseldorfer Effizienz

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Düsseldorfs Torhüter Henrik Haukeland pariert gegen Ross Mauermann.

Pinguins verzweifeln an der Düsseldorfer Effizienz

In der Deutschen Eishockey-Liga haben die Fischtown Pinguins bei der Düsseldorfer EG gespielt.

Die Fischtown Pinguins habe das letzte Spiel des Jahres bei der Düsseldorfer EG verloren. Die Bremerhavener hatten mehr Chancen, aber die DEG erwies sich als effektiver.

Die Pinguins hatten zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen. In Düsseldorf hätte durchaus das siebte hinzukommen können, die Pinguins waren besser, aber Düsseldorf effektiver - und gewann mit 3:1. „Wir müssen mit den Füßen auf dem Teppich bleiben, Düsseldorf hat auch fünf der letzten sechs Spiele gewonnen. Aber wir sollten und schon ärgern, dass wir aus einem solchen guten Auswärtsspiel nichts mitgenommen haben“, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch. Am Ende mussten sich die Bremerhavener vorwerfen, in ihrem starken ersten Drittel nur ein Tor erzielt zu haben. Eine klare Führung wäre möglich gewesen. „Ganz klar, da müssen wir konzentrierter und konsequenter sein“, sagte Popiesch.


Vikingstad nach Verletzungspause wieder dabei

Markus Vikingstad war nach seiner Verletzungspause zurück in der Mannschaft, dafür musste Niklas Andersen als überzähliger Ausländer pausieren. Torhüter Maximilian Franzreb sowie Stürmer Christian Wejse fehlten ebenfalls. Den Ton für das erste Drittel setzten die Pinguins in der zweiten Minute, als Ross Mauermann eine prächtige Kombination mit einem Direktschuss aus kurzer Distanz abschloss. In neun von zehn Fällen ist so ein Schuss drin, diesen aber hielt DEG-Torhüter Henrik Haukeland. Vor dessen Tor spielte sich in der Folge der größte Teil des Geschehens ab, passsicher und durchsetzungsstark erarbeiteten sich die Pinguins gute Chancen. Insbesondere im Powerplay. Zunächst blieb Haukeland erneut Sieger gegen Mauermann, aber die Pinguins ließen nicht nach. Schließlich war es Powerplay-Spezialist Jan Urbas, der aus seiner Lieblingsposition halbrechts vom Tor zum 1:0 (14.) traf. Erneut Urbas und später Skyler McKenzie, der einen Querpass knapp verpasste, hatten weitere gute Chancen, um die verdiente Führung auszubauen.

Ähnlich ging es im zweiten Drittel weiter, vor allem weil die Pinguins schnell in Überzahl waren. Urbas schoss drüber, Miha Verlic scheiterte an Haukeland - der zweite Treffer lag in der Luft. Dass er nicht gelang, sollten die Pinguins später bereuen. Denn kurz nachdem die Strafzeit abgelaufen war, zeigten die Düsseldorfer, dass sie spielerisch auch etwas draufhaben. Einen Pass von Philip Gogulla drückte Bernhard Ebner am langen Pfosten zum 1:1 über die Linie (25.). Der Treffer war erst der vierte Torschuss der Düsseldorfer im Spiel.

Das nagte an den Pinguins, die sich jetzt einiger Angriffszüge der DEG ausgesetzt sahen. Fünf Minuten vor dem Ende des Drittels aber drehten sie nochmal auf, gaben Torschüsse fast im Sekundentakt ab. Erst Vikingstad, dann Mauermann, dann Uher, dann Urbas. Es brannte vor dem Düsseldorfer Tor. Doch es blieb beim 1:1. Fast hätten die Gastgeber sogar noch ein zweites Mal zugeschlagen, doch Torhüter Niklas Svedberg rettete gegen Ebner.


Harper trifft „aus dem Nichts“ zum 2:1 für die DEG

Im Schlussdrittel blieben die Pinguins die aktivere Mannschaft, nur waren die Abschlüsse nicht mehr ganz so klar. Haukeland parierte einen Fernschuss von Philip Bruggisser und machte auch für Jeglic die Tür zu. Düsseldorf konnte froh sein, dass das Powerbreak den Schwung der Pinguins bremste. Und kurz darauf schlug die DEG erneut „aus dem Nichts“ zu. Tobias Eder zog aus der Drehung ab, Steven Harper fälschte den Schuss unhaltbar für Svedberg zum 2:1 (50.) ab. Die Pinguins übernahmen noch mehr die Initiative, der Offensivgeist stimmte, doch die letzte klare Aktion fehlte meist. So auch im Powerplay, das die Pinguins drei Minuten vor Ende hatten. Svedberg musste sogar einen Alleingang von Alex Ehl stoppen.

In der Schlussminute versuchten es die Bremerhavener mit sechs Feldspielern, aber Bruggisser wurde zweimal geblockt und ein Befreiungsschlag von Joonas Järvinen ging schließlich zum 3:1 für Düsseldorf ins leere Tor (60.). Kurios: Kurz zuvor war der Schläger des Finnen gebrochen, Tobi Eder übergab ihm seinen, weil der Verteidiger den Stock dringender brauchte - und mit diesem „Leihschläger“ schoss Järvinen schließlich das Tor.

Im neuen Jahr geht es schnell weiter für die Pinguins. Am Montag, 2. Januar, um 19.30 Uhr haben sie die Bietigheim Steelers zu Gast. Tickets für das Spiel gibt es hier. Abonnenten der NORDSEE-ZEITUNG bekommen auf jede Eintrittskarte einen Euro Rabatt.

Düsseldorf - Pinguins 3:1 (0:1; 1:0; 0:0)

Tore: 0:1 (13:11) Urbas (Jeglic, Samuelsson) bei 5/4; 1:1 (24:37) Ebner (Gogulla, Fischbuch); 2:1 (49:18) Harper (Barta, Järvinen); 3:1 (59:23) Järvinen ENG

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Erstellt:
30. Dezember 2022, 21:42 Uhr
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