r Wintervögel: Was da alles im Garten fliegt

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Buntspecht und Blaumeise an einer Futterstelle. Am Wochenende werden die Vögel an den Futterplätzen gezählt.

Stunde der Wintervögel: Was da alles im Garten fliegt

Der NABU biuttet am Wochenende zur Stunde der Wintervögel.

NABU bittet am Wochenende zur Stunde der Wintervögel -

Am Wochenende ist es wieder soweit. Der NABU bittet zur Stunde der Wintervögel. Es gilt, eine Stunde lang im Garten, Park oder auf dem Balkon die dort erscheinenden Vogelarten und die jeweils höchste Anzahl zu notieren und weiterzugeben.

Der NABU geht mit der Stunde der Wintervögel in die inzwischen 13. Runde. Die bundesweite Erhebung liefert wertvolle Hinweise über die Anzahl der Vögel, über die Artenvielfalt und auch über Verschiebungen im Artenspektrum. So haben die Zählungen unter anderem deutlich gemacht, dass manche einstige Zugvogelart den Winter inzwischen im meist milden Deutschland verbringt. Mild sind die Temperaturen auch aktuell.

Zweistellige Plusgrade zum Jahreswechsel: Selten war es zur traditionellen Wintervogelzählung so warm wie jetzt. Die Mitmachaktion beginnt am Freitag, 6. Januar, und dauert bis Sonntag. Alle Menschen in Deutschland sind am Wochenende dazu aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden.

„Die milden Temperaturen bescheren unseren Wintervögeln eine entspanntere Nahrungssuche. Ohne Frost und Schnee finden sie ihr Futter leichter in der Natur – daher werden wir wahrscheinlich weniger Besucher und Arten an den Futterstellen zählen. Das haben wir bereits früher in milden Wintern beobachten können“, sagt Gina Briehl vom NABU Niedersachsen. „Dazu kommt noch, dass Eichen, Buchen, Fichten und Co. viele Früchte gebildet haben. Für Arten wie Kleiber, Eichelhäher, Kernbeißer und Finken ist das wie ein Schlaraffenland. Möglicherweise bleiben sie eher im Wald und kommen nicht so oft in die Siedlungen. Das alles wird unsere Zählung zeigen.“


Deutschlands größte ornithologische Mitmachaktion

Die Stunde der Wintervögel ist Deutschlands größte ornithologische Mitmachaktion. Bei der vergangenen Vogelzählung im Januar 2022 ergatterte der Haussperling bundesweit und auch in Niedersachsen den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel. Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei. In Niedersachsen sicherte sich die Amsel den dritten Platz.

Insgesamt wurden dem NABU 4,2 Millionen Vögel gemeldet. Mehr als 176.000 Menschen haben vergangenes Jahr deutschlandweit mitgezählt, davon allein 17.816 in Niedersachsen. Vogelfreunde aus der Wesermarsch haben im Rahmen der Aktion in 123 Gärten zwischen Weser und Jade Vögel notiert. Diese Zählung brachte ein kurioses Ergebnis. Auf Platz 1 landete die Graugans, weil offensichtlich manche Tierfreunde die Graugänse auf den Wiesen vor ihrem Haus mitgezählt haben. Auf Platz zwei kam der Hausspatz.


Jeder kann bei der Vogelzählung mitmachen

Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse. Von einem ruhigen Platz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können per App, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 16. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Auch in diesem Jahr findet für kleine Naturschützer die „Schulstunde der Wintervögel“ vom 9. bis 13. Januar statt. Die NAJU Niedersachsen stellt für Schulklassen ein Aktionspaket zur Verfügung. Es besteht aus Begleitheft, Meldebögen, Poster, Zählhilfen und informativen Vogel-Leporellos. Einfach einen 5-Euro-Schein in einem Umschlag inklusive Empfängeradresse an NABU Niedersachsen, Stichwort: „Schulstunde“, Alleestraße 36, 30167 Hannover senden. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein. (hei)

Vogelzählung im Garten

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Erstellt:
5. Januar 2023, 12:29 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 33sec

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