im Cuxland auch noch das Trinkwasser teurer wird

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Trinkwasser ist bisher zu einem günstigen Preis zu beziehen. Doch auch hier steigen nun die Preise.

Wo jetzt im Cuxland auch noch das Trinkwasser teurer wird

Preiserhöhung: Ab dem 1. Januar 2023 müssen die Bürger im Bereich des Wasserverbandes Wesermünde für ihr Trinkwasser tiefer in die Tasche greifen.

Trinkwasser wird teurer

Versammlung des Wasserverbands Wesermünde beschließt einstimmig Preiserhöhung

Kummer sind Verbraucher im Moment ja gewohnt. Zu den übrigen Preiserhöhungen gesellt sich nun auch das Trinkwasser des Wasserverbands Wesermünde. Ab 2023 erhöhen sich die sowohl der Kubikmeterpreis als auch die Grundgebühr deutlich.

Ab dem 1. Januar müssen die Bürger im Bereich des Wasserverbandes Wesermünde für ihr Trinkwasser tiefer in die Tasche greifen. Die Verbandsversammlung hat einstimmig eine Erhöhung des Kubikmeterpreises von 1,01 auf 1,20 Euro netto beschlossen. Die Grundgebühr für das Trinkwasser war bereits 2022 von 6,96 Euro pro Monat auf 8,03 Euro angehoben worden, im kommenden Jahr werden 8,56 Euro fällig.


Drei-Personen-Haushalt zahlt rund 31 Euro mehr

Ein dreiköpfiger Haushalt muss also bei einem Verbrauch von 120 Kubikmetern Wasser im Jahr künftig 256,80 Euro zahlen, 30,82 Euro beziehungsweise 13,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dem Wasserverband Wesermünde gehören die Gemeinden Beverstedt, Hagen im Bremischen, Loxstedt, Schiffdorf und die Stadt Geestland an. Sie entsenden je einen Vertreter in die Verbandsversammlung, die über das Vorgehen des Verbandes entscheidet.

Verbandsvorsitzender ist Claus Seebeck, Ortsbürgermeister von Flögeln. Geschäftsführer ist Marcus Mende, der im Bürgersaal des Loxstedter Rathauses die Gründe für die Preiserhöhung erläuterte.


Millionenschwere Sanierungen geplant

„Wir versorgen unsere Kunden mittels eines sehr langen, verzweigten Rohrleitungsnetzes“, erläuterte Mende. Rund 1.100 Kilometer Streckennetz, großteils 60 Jahre und älter, „das in der Länge von hier bis nach Salzburg reicht“, müssten für die Versorgungssicherheit instandgehalten werden.

Große Sanierungsvorhaben, deren Kosten bereits im Haushaltsplan niedergeschrieben seien, stünden auf der Agenda, wobei man sich mit zwölf Prozent Kostensteigerung im Tief- und Rohrleitungsbau konfrontiert sehe.

Allein mehr als 2,3 Millionen Euro seien für Erneuerungen von Hauptleitungen in Loxstedt, Geestland und Beverstedt eingeplant, eine Million Euro für Sanierungen in Schiffdorf.

Die Erschließung von Neubaugebieten schlägt mit 535.000 Euro zu Buche. Das Wasserversorgungsteam soll außerdem um 48 Arbeitskräfte in einer neuen Tiefbaukolonne wachsen.


„Überschaubare Größenordnung“

„Die Erhöhung liegt im Vergleich zur Steigerung der weiteren Versorgungsdienstleistungen, etwa der Energiekosten, in einer überschaubaren Größenordnung“, formulierte Mende. Nach einigen Jahren stabiler Verhältnisse komme man aber nun an einer Erhöhung des Trinkwasserpreises nicht vorbei.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Samtgemeinde Bederkesa, jetzt Stadt Geestland, ist der Verband auch für die öffentliche Abwasserbeseitigung verantwortlich, hier bleibt der Preis stabil. Die weiteren Mitgliedsgemeinden müssen sich jedoch auf eine Preissteigerung ihres Abwasserentsorgers einstellen.

Zum Artikel

Erstellt:
7. Dezember 2022, 13:47 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 05sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

0 Kommentare

Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.