Der Bundestag hat die betäubungslose Kastration von Ferkeln verlängert.

Der Bundestag hat die betäubungslose Kastration von Ferkeln verlängert.

Foto: Wüstneck/dpa

Politik

Ferkel dürfen weiterhin ohne Betäubung kastriert werden

Von nord24
30. November 2018 // 14:00

Der Bundestag hat einer Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln zugestimmt. Kritik kam von Opposition und Tierschützern.

"Branche noch nicht so weit"

Der Bundestag verschob am späten Donnerstagabend das für das Jahresende geplante Verbot um zwei Jahre. Die Verschiebung hatten Vertreter der Landwirtschaft und der Fleischindustrie gefordert. Ihr Argument: Die Branche sei noch nicht so weit, das Verbot flächendeckend umzusetzen.

Ohne Kastration entsteht Ebergeruch

In Deutschland werden Millionen männlicher Ferkel kurz nach der Geburt betäubungslos kastriert. Das soll verhindern, dass das Fleisch den von vielen als unangenehm empfundenen Ebergeruch entwickelt.

"Tierschutz mit Füßen getreten"

Die frühere Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) warf der großen Koalition vor, sie sei der "parlamentarische Arm von Bauernverband und Schlachtindustrie" und trete den Tierschutz mit Füßen. Kritik kam auch von Greenpeace, dem Deutschen Tierschutzbund und dem Verein ProVieh. Der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, sagte, es gebe bereits drei tierschutzgerechte praktikable Alternativen. (dpa)

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