Fahrgäste steigen  aus einem Regionalzug.

Der Weg für die Einführung des 49-Euro-Tickets für Millionen Fahrgäste im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen ist geebnet. Nach langem Gezerre zwischen Bund und Ländern klärten Kanzler Scholz und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten letzte Finanzfragen. Für den Start des Deutschlandticket peilen die Länder den 01.04.2023 an.

Foto: Büttner/dpa

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Verkehr

49-Euro-Ticket kommt: Start zum April möglich

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Von nord24
11. Dezember 2022 // 12:00

Das 49-Euro-Ticket ist beschlossene Sache, Bund und Länder haben letzte Finanzierungsfragen geregelt. Doch bis zur Umsetzung ist noch viel zu tun.

Gesetzgeberische Grundlagen

Nach der weiteren Vereinbarung von Bund und Ländern zum 49-Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist aus Sicht der Verkehrsunternehmen ein Beginn des Angebots zum 1. April weiterhin möglich. "Der 1. April ist als Starttermin für das Deutschland-Ticket noch erreichbar", teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit. "Es müssen nun zeitnah einige gesetzgeberische Prozesse umgesetzt werden." Die Länder müssten für das Ticket zudem die Voraussetzungen in ihren Haushalten schaffen.

Finanzielle Fragen geklärt

Das bundesweit nutzbare Ticket für Busse und Bahnen im Nahverkehr soll mit einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat kommen. Bund und Länder hatten sich bereits im Herbst über wichtige finanzielle Fragen verständigt. Offen war noch, wer für absehbare Mehrkosten für die Verkehrsunternehmen aufkommen sollte. Auf dem Treffen haben beide Seiten nun vereinbart, diese jeweils zur Hälfte zu tragen. In den Folgejahren solle dann gemeinsam vereinbart werden, wie die Finanzierung sichergestellt werden kann.

Zustimmung der EU-Kommission notwendig

Für Politik und Unternehmen steht nun viel Arbeit an. Die Bundesregierung muss die beihilferechtliche Zustimmung der EU-Kommission einholen. Weil die finanziellen Zusagen auch die Regionalisierungsmittel betreffen, mit denen der Bund die Länder beim ÖPNV unterstützt, braucht es laut VDV zudem entsprechende Gesetzesänderungen. (dpa)

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