Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt, Gruppenphase, Gruppe  Im Marseille-Block leuchtet eine Pyrofackel, die von Eintrachtultras geworfen wurde.

Beim Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille waren zahlreiche Menschen verletzt worden.

Foto: Gollnow/dpa

Sport

Polizei-Gewerkschaft besorgt über Gewalt bei Fußball-Spielen

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Von nord24
22. September 2022 // 14:00

Die Gewerkschaft der Polizei blickt mit Sorge auf eine zunehmende Gewalt im Umfeld von Fußball-Spielen und befürchtet eine weitere Eskalation.

„Könnte Tote geben“

Die Grenzüberschreitungen würden zunehmen, die Vereine würden sich zurückziehen und kaum etwas gegen gewaltbereite Fans tun, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Mertens. "Wenn sich nicht bald etwas ändert, dann könnte es Tote geben", warnte der Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen.

Zahlreiche Verletzte

Zuletzt hatte es Ausschreitungen durch gewaltbereite deutsche Fans beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln bei OGC Nizza sowie beim Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille gegeben. Dabei waren zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach Ansicht von Mertens gibt es nach Ende der coronabedingten Geisterspiele einen "Nachholbedarf beim Austoben" in der gewaltbereiten Szene. "Das war schon beim Ende der letzten Saison so, das geht in der neuen weiter."

Lebenslanges Stadionverbot gefordert

Er fordert von den Vereinen ein lebenslanges Stadionverbot für die Beteiligten. "Die Vereine müssen doch selbst ein Interesse haben, dass Fußball ein Familienevent bleibt", sagte der Gewerkschafter. Der 1. FC Köln hatte zuletzt angekündigt, überführte Gewalttäter aus dem Verein auszuschließen und ein Stadionverbot gegen sie zu verhängen.

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