Ein alter Mann mit Schiebermütze sitzt am Wasser.

„Solange das Land Geld dafür gibt, dass die Hafenzufahrt freigehalten wird, werden die vier noch verbliebenen Kutter hier bleiben beziehungsweise anlanden können“, sagt Harry Thaden.

Foto: Hey-Pro

Wesermarsch

Butjadingen: Das sagt Fischer Harry Thaden zur Verschlickung

16. Dezember 2022 // 07:20

Harry Thaden ist Fischer mit Leib und Seele. Die Entwicklung des Fedderwardersieler Hafens hat er hautnah miterlebt - auch die Verschlickung.

Butjadinger Land wurde früher be- und entwässert

Was ist die Ursache der Verschlickung? „Das Butjadinger Land wird ja be- und entwässert. In Burhaversiel gab es früher einen kleinen Durchlass, damit bei extremen Wasserständen und nach starken Regenfällen das Wasser abfließen konnte“, erklärt Thaden.

Todesurteile für die kleinen Siele

Dann habe man aber die Be- und Entwässerung geändert und große Durchlässe geschaffen - zum Beispiel in Fedderwardersiel und Eckwarderhörne. „Das waren zugeich die Todesurteile für die kleinen Siele in Tettens, Burhaversiel und Waddensersiel“, meint er. Den „Erfolg“ dieser Umgestaltung sehe man heute zum Beispiel in Fedderwardersiel: Es sei alles verlandet.

Zweite Ursache: Weservertiefung

Das sei aber nicht die einzige Ursache für die Verschlickung. Die Schiffe, die den Containerterminal in Bremerhaven ansteuern, werden immer größer. Die Weser als Zufahrt zum Terminal werde immer weiter vertieft. Die Strömung habe dadurch ihre Dynamik verloren, das trage zusätzlich zur Verschlickung des Fedderwardersieler Hafens bei.

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