Ihren Beifang dürfen die Krabbenfischer bisher zurück ins Meer geben. Ab Ende 2018 sollte mit dieser Ausnahmeregelung Schluss sein.

Ihren Beifang dürfen die Krabbenfischer bisher zurück ins Meer geben. Ab Ende 2018 sollte mit dieser Ausnahmeregelung Schluss sein.

Foto: Wagner

Wesermarsch

Einigung zwischen Krabbenfischern und EU ist in Sicht

Von nord24
19. Juni 2018 // 18:30

Beifang darf von Fischern nicht mehr einfach zurück ins Wasser gespült werden: Das schreibt die EU-Beifangverordnung vor, die ab 2019 auch für Krabbenfischer verpflichtend werden soll. Die Vertreter der Fischereiverbände sehen dadurch deren Existenz bedroht.

Anlage trennt Krabben und Beifang

Für die Krabbenfischer bedeutet dieses Gebot einen zusätzlichen Aufwand. Bisher werden kleine Fische von Sortieranlagen an Bord der Kutter nach dem Fang von Krabben getrennt und dann sofort wieder ins Meer gegeben. Darüber hinaus nutzen die Krabbenfischer Netze, in denen größere Fische  gar nicht erst aus dem Wasser gezogen werden.

Ausnahme gilt bis Ende 2018

Eine aufwändige Aufteilung jedes Fangs nach Krabben und Beifang inklusive Artenbestimmung sei mit einem Teilverlust des eigentlichen Fanges verbunden und deshalb nicht leistbar. Bisher galt für die Krabbenfischer eine Ausnahme für das 2014 inkraft getretene Gebot. Diese Ausnahme sollte aber Ende 2018 erlöschen.

Verlängerung ist möglich

Nun ist verabredet worden, dass die Krabbenfischer vorerst einen Teil ihrer Fänge dokumentieren sollen. Dadurch könne bewiesen werden, ob eine Umsetzung des Anlandegebots eine außergewöhnliche Härte für sie darstellt. Wenn ihnen dieses gelingt, ist  eine Verlängerung der Ausnahmeregelung möglich.

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