Auf dem BLG-Autoterminal in Bremerhaven wurden im vergangenen Jahr elf Millionen Euro Verlust erwirtschaftet. Nun müssen die Tarifpartner ausloten, ob Inflationsausgleich und Lohnzuschläge womöglich die Kosten weiter in die Höhe treiben. Foto: Hartmann

Auf dem BLG-Autoterminal in Bremerhaven wurden im vergangenen Jahr elf Millionen Euro Verlust erwirtschaftet. Nun müssen die Tarifpartner ausloten, ob Inflationsausgleich und Lohnzuschläge womöglich die Kosten weiter in die Höhe treiben. Foto: Hartmann

Foto: Arnd Hartmann

Wirtschaft

Es drohen harte Tarifverhandlungen in den deutschen Häfen

2. Mai 2022 // 12:18

Streiks in den Häfen hat es seit über 40 Jahren nicht gegeben. Ändert sich das jetzt? Es drohen offenbar harte Tarifauseinandersetzungen.

Tarifvertrag läuft aus

Ende Mai läuft der Flächentarifvertrag für die Beschäftigten in den deutschen Seehafenbetrieben aus. In früheren Jahren hatte bereits im Vorfeld erste Sondierungsgespräche gegeben. Jetzt kommt erst zum Verhandlungsauftakt der Forderungskatalog auf den Tisch. Das deutet auf womöglich auf Konfliktbereitschaft.

Pandemie und Krieg

Der Druck ist gestiegen, durch die Auswirkungen der Pandemie, dann durch den Ukraine-Krieg. Die Arbeitnehmer fordern einen Ausgleich für die hohe Inflation und einen Lohnzuschlag, und sie verweisen auf die guten Ergebnisse, die an den Containerterminals im vergangenen Jahr erzielt wurden.

Spreizung

Das wird schwierig angesichts der zunehmenden Spreizung bei den Hafenunternehmen. 120 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftete Eurogate auf seinen Containerterminals im vergangenen Jahr, aber die BLG verbuchte 11 Millionen Euro Verlust auf dem Bremerhavener Autoterminal. Wie soll da die Lohnanpassungen unter einen Hut gebracht werden?

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