Vor dem Sitzungssaal des Kreishauses in Rotenburg lag gestern ein Zettel mit der Aufschrift „MLK – warten auf das Ende“. Daneben stand ein Grablicht. Das Siechtum des Zevener Martin-Luther-Krankenhauses fand gestern kein Ende. Möglicherweise wird das Aus im März beschlossen.

Vor dem Sitzungssaal des Kreishauses in Rotenburg lag gestern ein Zettel mit der Aufschrift „MLK – warten auf das Ende“. Daneben stand ein Grablicht. Das Siechtum des Zevener Martin-Luther-Krankenhauses fand gestern kein Ende. Möglicherweise wird das Aus im März beschlossen.

Foto: Kratzmann

Zeven

Erneute Diskussion um das Zevener Martin-Luther-Krankenhaus

Von thorsten.kratzmann
20. Dezember 2017 // 17:38

Der Landkreis Rotenburg will nicht auf unabsehbarer Zeit Jahr für Jahr Millionen um Millionen Euro in die Krankenhäuser Zeven und Bremervörde pumpen, um sie am Leben zu halten. Der Kreistag hat heute einstimmig beschlossen, die Zahlungen begrenzen zu wollen.

Rotenburg zahlt für die Verluste  der Ostemed-Kliniken

Doch dafür müssen die Verträge mit den Elbe-Kliniken Stade geändert werden. Der Landkreis hat die Mehrheit an den beiden Krankenhäusern an die Elbe-Kliniken abgegeben. Gleichwohl zahlt er die laufenden Verluste, die Instandhaltung und die Investitionen. Das summiert sich in diesem Jahr auf rund acht Millionen Euro. So ist es kalkuliert.

Krankenhäuser drohen zu einem Fass ohne Boden zu werden

Damit die Ostemed-Kliniken nicht zu einem Fass ohne Boden werden, möchte der Landkreis, dass für das Bremervörder Krankenhaus maximal sieben Millionen Euro als Verlustausgleich gezahlt werden. Diese Vereinbarung soll ab dem Zeitpunkt gelten, wenn am Zevener Martin-Luther-Krankenhaus das vor einem Jahr ausgesetzte Strukturkonzept umgesetzt wird.

Zevener Klinik muss umstrukturiert werden

Dieses Konzept sah unter anderem die Schließung der stationären Chirurgie vor. Während der gestrigen Kreistagssitzung ging das Gerücht um, die Schließung des Zevener Krankenhauses drohe womöglich schon in diesem Jahr. Der Kreistag könnte einen entsprechenden Beschluss im März fassen.

Land und Krankenkassen wollen nicht zahlen

Denn mittlerweile ist sicher, dass das Land Niedersachsen keinen Euro für den Erhalt des Martin-Luther-Krankenhauses zahlen wird. Sicher ist auch, dass die Krankenkassen gegen jede Form von Zuschlägen für das MLK vor Gericht ziehen werden. Geld gibt es also nicht.

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