Auch in Krefeld wurden die Straßen überflutet.

Auch in Krefeld wurden die Straßen überflutet.

Foto: Alexander Forstreuter/dpa/Photography Alex Forstreuter

Blaulicht

Heftiger Starkregen und Sturmböen sorgen für Chaos

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Von nord24
30. Juni 2021 // 07:00

Erneut haben heftige Unwetter und vor allem starke Regenfälle in Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Alleine in Frankfurt seien am Dienstagabend binnen zwei Stunden mehr als 600 Einsätze gemeldet worden, teilte die Feuerwehr am späten Dienstagabend mit.

Frankfurt: Keller und Garagen laufen in kürzester Zeit voll

Die starken Regenfälle mit Niederschlägen von bis zu 45 Litern pro Quadratmeter in kürzester Zeit hätten zu vollgelaufenen Kellern und Garagen, überfluteten Unterführungen und Durchfahrten geführt. Demnach überschwemmte der Regen die Fahrbahnen. In der Folge seien vielerorts Kanaldeckel nach oben gedrückt worden und hätten den fließenden Verkehr eingeschränkt. Auch Bahnen und Busse seien in manchen Stadtteilen zeitweise zum Erliegen gekommen.

In Landshut stürzen viele Bäume um

Auch in Bayern hatten heftige Unwetter am Dienstag den Bahnverkehr beeinträchtigt. In Landshut stand in Teilen der Stadt das Wasser in den Straßen, Sturzbäche gingen nieder. Zahlreiche Bäume stürzten um, Keller liefen voll. Bei der Landshuter Feuerwehr gingen mehr als 600 Notrufe ein, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle am Dienstagabend erklärte. Berichte über verletzte Personen gab es aus ganz Bayern zunächst nicht.

Autos werden weggeschwemmt

Zum Anpfiff des EM-Fußballspiels Deutschland gegen England waren dichte Wolken mit Starkregen, Blitz und Donner über die Stadt gezogen, sagte ein Polizeisprecher. Sturzbäche bildeten sich auf den Straßen, Autos wurden weggeschwemmt, aus den Gullydeckeln sprudelte das Wasser, das die Kanalisation nicht mehr aufnehmen konnte. Bäume stürzten um, Keller liefen voll, das Wasser beschädigte Stromkästen und Öltanks, wie Mirko Olzem von der Integrierten Leitstelle sagte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. „Das war ein Unwetter, wie es nur alle fünf bis zehn Jahre vorkommt“, ergänzte er.

Das Unwetter zieht von Bayern aus in den Norden

Eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigte am Mittwochmorgen, dass vor allem der heftige Starkregen manchen Regionen Deutschlands heftig zugesetzt habe. Zeitweise seien etwa 30 Liter Niederschlag pro Stunde auf die Straßen geprasselt. Die Unwetter, die zunächst Bayern erfasst hatten, seien dann in den frühen Morgenstunden des Mittwochs Richtung Norden gezogen.

Feuerwehr Krefeld registriert 800 Notrufe

In Krefeld führte der Starkregen ebenfalls dazu, dass Keller, Straßen und Tiefgaragen geflutet worden, wie die Feuerwehr am Mittwochmorgen mitteilte. Dort habe eine Person zudem durch einen Sturz aufgrund der Wassermassen einen Knochenbruch erlitten. Bis 2 Uhr in der Nacht seien bereits mehr als 2000 Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Krefeld eingegangen, davon mehr als 800 Notrufe. Mehrere Anrufer meldeten, dass sie mit ihren Fahrzeugen in überfluteten Unterführungen, aber auch auf der offenen Straße in den Wassermassen stecken geblieben waren und sich nicht mehr aus eigener Kraft aus den Fahrzeugen befreien konnten. (dpa/mb)

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