Der Betriebsrat der Lloyd Werft ist verärgert. Er wirft der Politik vor, dass sie sich habe instrumentalisieren lassen. Besonders Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), der sich früh festgelegt hatte, steht in der Kritik. Foto: Scheer

Der Betriebsrat der Lloyd Werft ist verärgert. Er wirft der Politik vor, dass sie sich habe instrumentalisieren lassen. Besonders Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), der sich früh festgelegt hatte, steht in der Kritik. Foto: Scheer

Foto: Scheer

Bremerhaven

Betriebsrat der Lloyd Werft erhebt Vorwürfe gegen die Politik

7. März 2022 // 14:11

Der Betriebsrat der Lloyd Werft erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik. Sie habe sich bei den Verkaufsverhandlungen instrumentalisieren lassen.

Schaden für Belegschaft

„Die Bremerhavener Politik hat bei der Belegschaft das Vertrauen verloren und ihr allergrößten Schaden zugefügt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Genannt werden Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), der sich früh für eine Übernahme der Werft durch Rönner und Zech ausgesprochen hatte. Die Handelskammer, die Hafengesellschaft Bremenports, die Weser-Elbe-Sparkasse sowie Hafensenatorin Claudia Schilling (SPD) werden ebenfalls genannt. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten sich einspannen lassen.

Fassungslosigkeit und Wut

Mit „Fassungslosigkeit und Wut“ habe der Betriebsrat zur Kenntnis genommen, dass die Lloyd Werft an die Unternehmer Thorsten Rönner und Kurt Zech verkauft wurden. Rönner sei es dabei vorrangig um Docks und Grundstücke gegangen. Das Unternehmen Al Seer Marine aus den Emiraten habe hingegen die Belegschaft übernehmen und aufstocken wollen. Bis 2027 hätten die Araber noch einen Neubau auf der Werft abarbeiten lassen wollen.

Alles zur heutigen Betriebsversammlung auf der Lloyd Werft lest Ihr auf nord|erlesen.

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