Mann mit Plastiktüten in der Fußgängerzone

In Bremerhaven haben die Bürgerinnen und Bürger vergleichsweise wenig Geld für Konsum zur Verfügung.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Pro-Kopf-Einkommen: Bremerhaven im Tabellenkeller

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Von nord24
13. April 2022 // 06:35

Mit weniger als 19.000 Euro liegt Bremerhaven laut einer Studie am unteren Ende eines bundesweiten Einkommensvergleichs.

Bremerhaven steht nur noch vor zwei Ruhrpott-Städten und Halle an der Saale

Das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen von 18.590 Euro bedeutet Rang 398 von 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten. Nur in Gelsenkirchen (17.015 Euro), Duisburg (17.741 Euro) und Halle an der Saale (18.527 Euro) kommen die Privathaushalte auf weniger verfügbare Einnahmen. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Im Schnitt lag das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen bundesweit der Studie zufolge bei 23.706 Euro. Bundesweit Spitzenreiter wurde Heilbronn mit einem durchschnittlichen verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 42.275 Euro.

Studie berücksichtigt die besondere Lage Bremerhavens nicht

Was die Studie nicht berücksichtigt, die ist die besondere Lage Bremerhavens: Viele Menschen arbeiten in der Stadt, leben aber im niedersächsischen Umland, dem Speckgürtel Bremerhavens. Sie müssten eigentlich - ohne die Ländergrenze zu beachten - mit zur Seestadt gerechnet werden. So gehen Bremerhaven etliche „Gutverdiener“ verloren.

So errechnen Wissenschaftler das verfügbare Einkommen:

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Wissenschaftler das Primäreinkommen, als die Summe der Einkommen aus Vermögen und Erwerbstätigkeit, minus Sozialbeiträge, Einkommensteuern, Vermögensteuern und sonstige direkte Abgaben. Dazu rechnen sie Sozialleistungen und sonstige öffentliche Transfers. Im Ergebnis steht das am Wohnort verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, das für Konsum verwendet oder gespart werden kann. (lni/mb)

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