Die "Schulschiff Deutschland" verliert nach 46 Jahren an Bord ihren Schiffsbetriebsmeister Ingo Müller-Fellmett. Er wird 65, geht in Rente. Einen Nachfolger für ihn gibt es noch nicht. Wer führt nun das Schiff? Die Zeit drängt.

Die "Schulschiff Deutschland" verliert nach 46 Jahren an Bord ihren Schiffsbetriebsmeister Ingo Müller-Fellmett. Er wird 65, geht in Rente. Einen Nachfolger für ihn gibt es noch nicht. Wer führt nun das Schiff? Die Zeit drängt.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Was nun? "Schulschiff Deutschland" verliert ihren Chef an Bord

20. Oktober 2021 // 17:57

Neue Sorgen um die "Schulschiff Deutschland": Der Traditionssegler gerät ausgerechnet am Traum-Standort Bremerhaven in eine Personalkrise.

Abschied nach 46 Jahren

Bislang war Ingo Müller-Fellmett (64) der Chef an Bord. Vor 46 Jahren musterte er als junger Matrose auf dem Ausbildungsschiff an, lange führte er es als Schiffsbetriebsmeister, sorgte mit Ehrenamtlern für dessen beeindruckenden Zustand.

Müller-Fellmett: Rente

Am 30. Oktober 2021 wird er 65, er hat die Rente durch. Am 5. November ist sein letzter Tag auf der „Schulschiff Deutschland“, mit der er nach eigenen Worten "lange genug verheiratet war". Mit ihm geht dann auch der harte Kern der ehrenamtlichen Helfer, die mit ihm schon in Vegesack das Schiff in Schuss hielten.

Noch kein Nachfolger

Bis heute aber hat der Deutsche Schulschiff-Verein keinen Nachfolger für Müller-Fellmett, eine Übergabe seines Knowhows scheint gefährdet. Wer ist ab 6. November der Chef auf dem Schiff? Wer leitet die Wartungsarbeiten? Wer bildet ab 6. November neue Helfer aus? Wer weist sie ein? Der Verein sucht noch. Sein Vorsitzender Claus Jäger (78) räumt ein: „Wir sind da sehr in Druck.“

Warum "Ingo", wie sie ihn an Bord alle rufen, für die "Schulschiff Deutschland" so wichtig war und wie es zu der vertrackten Lage kam, das lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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