Aktivisten des BUND protestieren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen die Planungen für die A20.

Aktivisten des BUND protestieren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen die Planungen für die A20.

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Der Norden

Küstenautobahn: Gericht kündigt Entscheidungstermin an

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Von nord24
31. Mai 2022 // 17:28

Die geplante Küstenautobahn A20 in Niedersachsen ist seit Jahren ein Streitthema - Seit Dienstag beschäftigt sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig damit.

Kompliziertes Verfahren

Die Vorsitzende des 9. Senats betonte gleich zu Beginn der mündlichen Verhandlung, wie kompliziert das Verfahren sei. Sie kündigte an, am Dienstag bis in den späten Abend hinein verhandeln zu wollen. Eine Entscheidung wird es wohl erst in etwa zwei Wochen geben.

Landwirte klagen

Die A20 soll einmal die Niederlande, Norddeutschland und Polen verbinden. Seit langem endet die vom polnischen Stettin kommende Autobahn aber östlich von Bad Segeberg in Schleswig-Holstein. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und mehrere Landwirte klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt in Niedersachsen, ein 13 Kilometer langes Teilstück von der A28 bei Westerstede (Kreis Ammerland) bis zur A29 bei Jaderberg.

„Symbol verkehrter Verkehrspolitik“

Die A20 sei Symbol einer verkehrten Verkehrspolitik, betonte Heiner Baumgarten, BUND-Landesvorsitzender in Niedersachsen. „Als klima- und umweltschädlichstes Projekt des gesamten Bundesverkehrswegeplans trägt sie erheblich zur Verschärfung der Klimakrise bei: Der Verkehr, der auf der A20 entsteht, sowie Bau und Unterhaltung würden mehr als 90 000 Tonnen CO2 verursachen. Jedes Jahr.“

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