Die Wärmepumpe gilt als eine umweltfreundliche Alternative zu Gas- und Ölheizungen.

Die Wärmepumpe gilt als eine umweltfreundliche Alternative zu Gas- und Ölheizungen.

Foto: Silas Stein/dpa

Der Norden

Niedersachsen rückt die Wärmepumpe in den Fokus

1. Oktober 2022 // 13:00

Seit Ausbruch der Energiekrise sind zunehmend Alternativen zu Gas- und Ölheizungen im Fokus. Da die Wärmepumpe als eine umweltfreundliche Lösung gilt, wird ihr in Niedersachsen eine ganze Aktionswoche gewidmet.

Mit einer «Woche der Wärmepumpe» in Niedersachsen will ein Netzwerk die Heiztechnik in den Fokus rücken. Rund 50 Info-Veranstaltungen, Fachvorträge und Beispiele aus der Praxis an 15 Orten im ganzen Land kündigten die Organisatoren vom 1. bis zum 9. Oktober an. «Nicht zuletzt durch die aktuelle Energiekrise ist die Nachfrage nach Wärmepumpen sehr stark angestiegen», teilte die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen mit.

Experten wollen die Technologie erklären und erläutern, für welche Häuser sie geeignet ist. Zudem sollen Großwärmepumpen für die Heizung ganzer Stadtviertel vorgestellt werden. Eingebettet in die Aktionswoche ist der «Tag der Geothermie», den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am 7. und 8. Oktober in Hannover ausrichtet.

Wärmepumpen steigen in der Nachfrage

Die Nachfragen nach Wärmepumpen seien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, sagte Florian Lörincz für die Verbraucherzentrale. In seinen Beratungen erfragten etwa 70 Prozent der Kunden Informationen dazu. Bundesweit werde etwa die Hälfte aller Gespräche in den Beratungsstellen und Energieberatungsstützpunkten ebenfalls zu dem Thema erfragt, sagte Lörincz.

Der Energieberater verwies aber auch auf Probleme, die sich mit der Energiekrise und der hohen Nachfrage ergeben. Es gebe eine starke Preissteigerung. So kostete nach seinen Angaben eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Installation für ein Einfamilienhaus im Jahr 2019 noch etwa 15.000 Euro. Im Moment liege der Großteil bei etwa 20.000 bis 25.000 Euro und bei Ausreißern noch höher.

Für die Verbraucherzentrale sind neben einer bürokratischen und schwer durchschaubaren Förderung vor allem lange Wartezeiten wegen des Materialmangels ein Problem. Berater Lörincz rechnet damit, dass dies auch im kommenden Jahr belasten werde. Die Wartezeit für eine Wärmepumpe beträgt ihm zufolge etwa ein Dreivierteljahr und länger.

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