Das Containerschiff MV "OOCL Hong Kong"

Kolosse wie das Containerschiff MV „OOCL Hong Kong“ mit einer Länge von rund 400 Metern und einer Breite von 59 Metern können im Tiefwasserhafen problemlos anlegen.

Foto: Wagner/dpa

Der Norden

Wilhelmshaven: Tiefwasserhafen seit zehn Jahren nicht ausgelastet

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Von nord24
21. September 2022 // 12:00

Zehn Jahre nach dem Start von Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen hat der niedersächsische Wirtschaftsminister die Inbetriebnahme als klug bezeichnet.

„Sehr gute Wachstumsperspektiven“

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven habe mit seiner tideunabhängigen Wassertiefe von 18 Metern ein Alleinstellungsmerkmal, das die Wettbewerbsfähigkeit des maritimen Standorts Deutschland insgesamt stärke, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann zur Inbetriebnahme des Hafens am 21. September 2012. "Der JadeWeserPort kann jederzeit ultragroße Containerschiffe abfertigen." Er bescheinigte dem Hafen "sehr gute Wachstumsperspektiven".

Lange ein Sorgenkind

Allerdings galt der Tiefwasserhafen lange als Sorgenkind: Der JadeWeserPort könnte jährlich 2,7 Millionen Standardcontainer (TEU) umschlagen, die Auslastung liegt bisher aber deutlich unter den Erwartungen. Im vergangenen Jahr jedoch wuchs der Containerumschlag in Wilhelmshaven besonders stark - um 68,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 713.000 Standardcontainer. Es war der höchste Umschlag dort seit der Inbetriebnahme 2012. Dazu trugen Angaben zufolge viele ungeplante Schiffsanläufe bei.

Bis zu 16,5 Metern Tiefgang

Der Vorteil des JadeWeserPorts: Diesen Hafen können auch die größten Schiffe voll beladen mit bis zu 16,5 Metern Tiefgang unabhängig von Ebbe und Flut anlaufen. Nach Angaben des Ministeriums steuern mehrere Nordeuropa-Asien-Liniendienste der drei großen Reedereiallianzen und mehrere Feeder-Linien in den Ostseeraum den JadeWeserPort an.

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