Völlig zerstört ist diese Brücke über die Ahr in Ahrweiler.

Völlig zerstört ist diese Brücke über die Ahr in Ahrweiler.

Foto: Boris Roessler/dpa

Katastrophe
Blaulicht

Hochwasserkatastrophe in Ahrweiler: Mehr als 100 Tote

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Von nord24
18. Juli 2021 // 13:19

Die Suche nach weiteren Opfern in den teils völlig zerstörten Ortschaften in Rheinland-Pfalz geht weiter. Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt. „Es ist zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukommen“, berichtete die Polizei am Sonntag.

Mit Luftbildaufnahmen werden die betroffenen Gebiete abgesucht

Hubschrauber haben Luftbildaufnahmen des betroffenen Gebiets gefertigt. Mithilfe dieser Aufnahmen suchen Rettungskräfte am Boden gezielt und systematisch die Sektoren ab. Das Absuchen des gesamten Geländes soll am Sonntag bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. Über weitere Suchmaßnahmen werde dann erneut entschieden, hieß es bei der Polizei.

Im Kreis Tier kehren die ersten Anwohner in ihre Häuser zurück

Auch im ebenfalls stark betroffenen Kreis Trier wurden am Sonntag die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Erste Anwohner gingen bereits am Samstag zurück in ihre Häuser. Betroffen sind der Stadt zufolge 670 Gebäude, bei denen im Keller und Erdgeschoss fast alles zerstört wurde.

An Mosel und Saar entspannt sich die Lage

Unterdessen entspannt sich die Hochwasserlage an Mosel und Saar. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes prägt Hochdruckeinfluss das Wetter in Rheinland-Pfalz. Am Sonntag und am Montag bleibe es weitgehend trocken. „Bis einschließlich Freitag ist voraussichtlich nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen“, hieß es aus Offenbach. „Es werden keine warnwürdigen Wettererscheinungen erwartet.“ In vielen Orten ist noch immer das Strom- und Telefonnetz ausgefallen, eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal sind weiterhin gesperrt oder nicht befahrbar. (dpa/mb)

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