Frau fasst sich an den Kopf

Eisenmangel ist die weltweit verbreitetste Mangelerkrankung. Sie äußert sich zum Beispiel in Abgeschlagenheit.

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Ausgewogene Ernährung hilft meist gegen Eisenmangel

16. Januar 2023 // 11:00
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Abgeschlagenheit, Konzentrationsmangel, Blässe. Diese Symptome können Hinweise auf einen Eisenmangel sein. In Deutschland sind etwa acht Prozent der Bevölkerung betroffen – vor allem Frauen im gebärfähigen Alter: Sie haben durch Menstruation, Schwangerschaft und Stillperiode einen erhöhten Eisenbedarf.

Experten raten zu bestimmten Eisenmengen

Schwangeren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine tägliche Eisenaufnahme von mindesten 30 Milligramm und Stillenden 20 Milligramm. Da dies nicht immer allein über die Nahrung funktioniert, ist es vor allem für Schwangere manchmal sinnvoll, zusätzlich ein Eisenpräparat einzunehmen. Vor den Wechseljahren sollten Frauen 15 Milligramm Eisen am Tag zu sich nehmen, danach reichen zehn Milligramm. Männer leiden seltener unter Eisenmangel. Ihr empfohlener Tagesbedarf liegt bei zehn Milligramm.

Eisen ist für den Körper wichtig

„Eisen hat eine zentrale Funktion in unserem Körper: Es ist unter anderem wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff durch die Blutgefäße in die Organe und das Gewebe des Körpers transportieren“, erklärt Anja Debrodt, Ärztin im AOK-Bundesverband. „Ein Eisenmangel macht sich dann unter anderem durch Müdigkeit, Leistungsschwäche und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar." Zwar könne der Körper bei mangelnder Zufuhr von Eisen zunächst auf eigene Reserven zurückgreifen. Seien die Eisenspeicher aber erschöpft, könne es zu einer Blutarmut (Anämie), also einem Mangel an rotem Blutfarbstoff.

Vegetarische Ernährung benötigt Eisenlieferanten

Normalerweise wird der tägliche Eisenbedarf über die Nahrung gedeckt. Dabei nimmt der Körper Eisen aus tierischen Lebensmitteln deutlich besser als aus pflanzlichen Produkten auf. Vegetarierinnen und Vegetarier sollten in ihren Speiseplan darum Eisenlieferanten einbauen. Das sind unter anderem Nüsse und Kerne oder auch Schwarzwurzeln und Pfifferlinge, Kichererbsen, weiße Bohnen und Linsen.

Vitamin C unterstützt die Eisenaufnahme

Dabei kommt es auch darauf an, was sonst noch gegessen und getrunken wird: „Schwarzer Tee, Kaffee, Rotwein oder Milchprodukte wirken zum Beispiel eher hemmend auf die Aufnahme – sie sollten also nicht zeitgleich mit eisenhaltigen Lebensmitteln konsumiert werden. Gut ist dagegen Vitamin C“, rät die Medizinerin.

Schwangere benötigen mehr Eisen

Für Schwangere gelten andere Regeln: Sie haben einen besonders hohen Eisenbedarf, weil ihr Körper auch ausreichend Eisen für die Blutbildung beim Ungeborenen bereitstellen muss. Um einem Eisenmangel in der Schwangerschaft vorzubeugen, werden daher häufig Eisenpräparate verschrieben. Mitunter wird die Einnahme von Bauchschmerzen und Verstopfung begleitet. Die Einnahmevorschriften sollten unbedingt beachtet werden, da die Aufnahme ansonsten behindert werden kann. So sollten die Präparate nicht zusammen mit bestimmten Antibiotika oder den sogenannten Magenschutzmitteln eingenommen werden.

Eisenpräparate nur mit guten Gründen einnehmen

„Nehmen Sie Eisenpräparate nicht ohne einen medizinischen Grund, da der Körper überschüssiges Eisen zum Beispiel in Herz oder Leber ablagert und diese geschädigt werden können“, betont Anja Debrodt grundsätzlich. „Und vor Kindern sollten die Präparate gut gesichert aufbewahrt werden, da sie sich damit lebensgefährlich vergiften können.“ (ams)

Die AOK Bremen/Bremerhaven bezuschusst Gesundheitskurse , in denen es um eine ausgewogene Ernährung geht. Mit dem AOK-Gesundheitsgutschein können Versicherte zwei Mal pro Jahr kostenfrei daran teilnehmen. Außerdem bietet die AOK in Bremerhaven eine individuelle Ernährungsberatung an. Die Beraterinnen sind erreichbar unter den Telefonnummern 0471 16-28108 und 0471 16-28109.

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