er Streit um den Umgang mit Tierquälern beigelegt werden

© Lothar Scheschonka

Amelie Bensch und Bernd Freemann vom Tierschutzverein beklagen sich über den Veterinärdienst des Landes. Ihrer Meinung nach werden misshandelte Tiere zu früh an die Halter zurückgegeben. Nun soll der Streit zwischen den wichtigen Einrichtungen beigelegt werden.

So soll der Streit um den Umgang mit Tierquälern beigelegt werden

Bekommen Tierquäler zu schnell wieder ihre Hunde zurück? So lautete der Vorwurf der Bremerhavener Tierheim-Leitung an den Veterinärdienst des Landes. Ein heftiger Streit zwischen denen, die Tieren doch helfen wollen. So soll er nun beigelegt werden.

So soll Streit um Tierschutz enden

Nach Streit um Tierquälerei fordern Politiker Tierheim und Landesbehörde zum Dialog auf

Vor wenigen Wochen hatte Tierheim-Leiterin Amelie Bensch ihrem Ärger Luft verschafft. „Es ist manchmal unerträglich für uns, die Tiere wieder an diese Menschen herausgeben zu müssen“, sagte sie mit Blick auf abgemagerte und misshandelte Tiere. Anlass des Ärgers waren mehrere Anordnungen des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz und Veterinärdienstes (LMTVet), beschlagnahmte Tiere nach kurzer Zeit wieder an die Halter zurückzugeben. Ende November vergangenen Jahres hatten die Behördenvertreter sogar mit der Polizei gedroht, weil sich die Tierheimleitung geweigert hatte, einen Hund an den Besitzer zurückzugeben. Diese Art des Umgangs verärgerte die Tierheim-Leitung noch mehr.

Das LMTVet hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass man sich strikt an das Tierschutzgesetz halte. Demnach müssten die Tiere zurückgegeben werden, wenn die Vorgaben des Tierschutzgesetzes wiederhergestellt seien. Nur in seltenen Wiederholungsfällen würden die Tiere abgenommen und ein Tierhaltungsverbot verhängt.


Welt: Das Zusammenspiel muss klappen

Der Bremerhavener SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Holger Welt hatte nach der Kritik das Tierheim besucht und sich Bilder von den Tieren angeschaut. „Ich kann die Skepsis der Tierschützer nachvollziehen“, sagte er am Dienstag in der Gesundheitsdeputation, wo er den Streit thematisiert hatte. „Das Zusammenspiel zwischen der Behörde und dem Tierheim muss aber klappen“, sagte er. Deshalb forderte er eine einvernehmliche Lösung.

Das Gesundheitsressort möchte die Kontrahenten wieder an einem Tisch bringen. Unterstützen soll den Dialog die Landestierschutzbeauftragte Sibylle Wenzel. Dabei soll es auch um die Frage gehen, wer für die Kosten einer Tieraufnahme im Heim zuständig ist.


Viele Tierabnahmen in Bremerhaven

Wie viele Tiere den Haltern abgenommen werden, verdeutlichte das Ressort mit einem Bericht über Tierabnahmen und Tierhaltungsverbote im Land Bremen in den vergangenen drei Jahren. Dabei fällt auf, dass die Anzahl in Bremerhaven im Vergleich zur Stadt Bremen sehr hoch ist. So wurden im vergangenen Jahr in Bremen 15 Haltern das Tier abgenommen, wobei zwei Tierhaltungsverbote ausgesprochen wurden. Obwohl Bremerhaven wesentlich kleiner als Bremen ist, wurden hier 13 Tiere den Haltern abgenommen und zwei Tierhaltungsverbote ausgesprochen.

Die Tiere werden einem Halter abgenommen, wenn er wiederholt auffällig geworden ist. Tierhaltungsverbote werden nur in schwerwiegenden Fällen ausgesprochen, wenn ein Amtstierarzt erhebliche und lang anhaltende Schmerzen, Leiden und Schäden feststellt.

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