er Hallenbad Aquafit bleibt ein Zankapfel

© ZZ

Der Zahn der Zeit hat am Zevener Hallenbad genagt: Das Ausmaß des Sanierungsbedarfs wird im Keller deutlich.

Das Zevener Hallenbad Aquafit bleibt ein Zankapfel

Das Zevener Hallenbad ist marode und gut für Auseinandersetzungen. Neuerlich geht es um die Kostensteigerungen für die beschlossene Badsanierung.

Aquafit: Apfel mit Birne verglichen

CDU-Ratsherr Simon Tewes stellt Kostensteigerungen für Sanierung und Neubau gegenüber

Das Zevener Hallenbad ist nicht nur marode und ein Quell steten Ärgernisses für die Samtgemeindeverwaltung, sondern auch gut für Auseinandersetzungen. Neuerlich geht es um die Kostensteigerungen für die beschlossene Badsanierung.

Das marode Zevener Hallenbad Aquafit ist seit Jahren Zankapfel in Stadt und Samtgemeinde. Befürworter einer Sanierung stehen sich denen eines Neubaus gegenüber. Die Fronten sind verhärtet. Im Samtgemeinderat setzten sich CDU/FDP als Gegner eines Neubaus gegen SPD, Grüne und WFB durch. Mit Mehrheit beschloss der Rat die Sanierung des Hallenbades. Ungeachtet dessen sorgt das Thema nach wie vor für Kontroversen.

Jüngster Anlass für Interpretationen und Bewertungen ist die Neukalkulation der Sanierungskosten. Die Runderneuerung des Aquafit ist im Haushalt der Samtgemeinde für 2023 mit 18,2 Millionen Euro ausgewiesen. 2019 hatten für die Sanierung Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro im Raum gestanden. Diese Summen hatte ZZ-Redakteur Andreas Kurth genannt und zum Anlass genommen, um die CDU geführte Samtgemeinderatsmehrheit zu kritisieren.

In seinem am 5. Januar veröffentlichten Text heißt es, die nunmehr für die Sanierung eines alten Bades veranschlagten Ausgaben überstiegen die 2019 kalkulierten Kosten für den Badneubau in Höhe von rund 14 Millionen Euro. Die ZZ hatte zugleich konzediert, dass auch ein Neubau für diesen Preis nicht mehr zu haben wäre. Gleichwohl brach ZZ-Redakteur Kurth wiederum eine Lanze für den von Samtgemeindebürgermeister Henning Fricke stets präferierten Badneubau.


Tewes rechnet mit Neubaukosten von 32,2 Millionen Euro

Darauf reagiert CDU-Ratsherr Simon Tewes, den die ZZ als Neubau-Gegner namentlich erwähnt hatte, mit einer Stellungnahme. Tewes verweist in seinem Schreiben darauf, dass die Summe von 14 Millionen Euro im Jahr 2019 nicht für ein neues Aquafit, sondern für eine Erweiterung des Bades an der Goethestraße kalkuliert gewesen sei.

Für einen Neubau an anderer Stelle habe er seiner Zeit bereits einen Kostenrahmen von 23 Millionen Euro genannt. Unter Einrechnung der seither erfolgten Kostensteigerung geht Tewes davon aus, dass ein Badneubau aktuell etwa 32,2 Millionen Euro verschlingen dürfte.

Überdies erinnert Tewes daran, dass die Sanierungsaufwendungen ohne Abzug von Zuschüssen und Fördergeld im Jahr 2019 bei 5,2 Millionen Euro gelegen hatten. Und er hebt hervor, dass die allgemeinen Kostensteigerung gravierende Auswirkungen auf weitere vom Samtgemeinderat beschlossene Projekte hat: So den Feuerwehrneubau, den Abriss des Schulkomplexes am Lühnenfeld oder den Umbau der Schule am Klostergang zum Kultur- und Bildungszentrum. Schließlich betont Tewes, dass der Verzicht auf einen Badneubau nachhaltig sei.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Januar 2023, 15:09 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

0 Kommentare

Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.