Das derzeite größte Containerschiff der Welt «MSC Gülsün» läuft erstmals das Container-Terminal Bremerhaven an.

Auch der Seehafen in Bremerhaven ist von dem Streik bedroht.

Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Schiffe & Häfen

Warnstreik der Hafenarbeiter: In den Seehäfen droht Stillstand

Von dpa
8. Juni 2022 // 17:30

Die Gewerkschaft Verdi macht ernst: Erstmals seit Jahrzehnten hat sie die Hafenarbeiter an Deutschlands großen Seehäfen zu einem Warnstreik aufgerufen.

Auch Bremerhaven ist betroffen

Erstmals seit Jahrzehnten droht wieder wegen eines Warnstreiks der Hafenarbeiter an Deutschlands großen Seehäfen Stillstand bei der Abfertigung der Schiffe. Die Gewerkschaft Verdi kündigte vor der am Freitag beginnenden dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Deutschen Seehafenbetriebe während der Spätschicht am Donnerstag mehrstündige Arbeitsniederlegungen in Hamburg, Emden, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven an.

Angebot sei unzureichend

Das vom Zentralverband der deutschen Seehäfen (ZDS) bislang vorgelegte Angebot für die rund 12 000 Beschäftigten sei unzureichend und werde der Lage nicht gerecht, begründete Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth am Mittwoch in Hamburg den Warnstreik. Die Arbeitgeberseite nannte die Warnstreiks verantwortungslos und inakzeptabel.

Großes Engagement in der Corona-Zeit

«Die Kolleginnen und Kollegen im Hafen sind sauer. Die wollen ein vernünftiges Angebot», sagte dagegen Schwiegershausen-Güth. Schließlich hätten sie während der Pandemie extreme Flexibilität an den Tag gelegt und viel Mehrarbeit geleistet. Sie «sind an Belastungsgrenzen gegangen und bisweilen auch deutlich darüber hinaus. Sie haben mit ihrer eigenen Hände Arbeit den Laden am Laufen gehalten», betonte die Verdi-Verhandlungsführerin. Abgesehen vom Automobilbereich seien die Umschlagsmengen in fast allen Bereichen sogar gesteigert worden. (dpa/dm)

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