Der junge Seehund „Ouzo“ schwimmt mit einem Fisch im Maul durch ein Becken der Seehundstation.

Der junge Seehund „Ouzo“ schwimmt mit einem Fisch im Maul durch ein Becken der Seehundstation.

Foto: Dittrich/dpa

Tiere

Norddeicher Seehundstation nimmt so viele Tiere auf wie noch nie

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Von nord24
7. Januar 2023 // 11:00

Hinter den Tierpflegern der Norddeicher Seehundstation liegt ein arbeitsreiches Jahr: Die Einrichtung päppelte so viele Jungtiere auf wie noch nie zuvor.

199 Seehund-Jungtiere in Obhut genommen

Die Norddeicher Seehundstation hat im vergangenen Jahr so viele Heuler in ihre Obhut genommen und aufgezogen wie noch nie in ihrem gut 50-jährigen Bestehen. „Das hat uns an die Grenze der Belastung gebracht“, sagte der Leiter der Seehundstation, Peter Lienaur. Demnach kamen zwischen Anfang Mai bis Ende Juli 199 Seehund-Jungtiere zur Aufzucht in die Station - vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 waren es 181 Tiere. Während der Pandemie waren die Zahlen deutlich niedriger.

Störung durch Touristen und Wassersportler

Die Einrichtung im Landkreis Aurich, die für die gesamte niedersächsische Nordseeküste zuständig ist, führt die hohe Zahl auf mehr Störungen durch den Menschen in Folge eines wieder stärker gewordenen Tourismus zurück. Problematisch seien auch Wassersportler, Sportbootfahrer und Wattwanderer, die in die Ruhezonen kämen.

Viele Urlauber aber sensibilisiert

Ein größer werdender Störfaktor seien auch Seekajakfahrer, die zu dicht an die Sandbänke der Seehunde kämen, sagte Lienau. Die meisten Gäste seien bereits sensibilisiert, sagte Lienau. 2022 habe außerdem ein spätes Fronleichnamsdatum und ein früher Sommerferienbeginn in Nordrhein-Westfalen dazu geführt, dass in der Hauptgeburtenphase der Seehunde besonders viele Touristen an der Küste unterwegs waren. (dpa)

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