Vereinfachte Darstellung des Arktischen Ozeans und eines eiszeitlichen Eisschilds mit überhöhter Darstellung der echten Meerestiefen

Vereinfachte Darstellung des Arktischen Ozeans und eines eiszeitlichen Eisschilds mit überhöhter Darstellung der echten Meerestiefen

Grafik: AWI/ Martin Künsting

Wissenschaft

Arktischer Ozean lag unter 900 Meter Eis

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Von nord24
3. Februar 2021 // 17:00

Der Arktische Ozean war in den zurückliegenden 150.000 Jahren mehrmals flächendeckend von mehr als 900 Meter dickem Schelfeis bedeckt.

AWI-Forscher berichten

Diese überraschende Aussage ist das Ergebnis langjähriger geowissenschaftlicher Untersuchungen, über die Forschende des Alfred-Wegener-Instituts und des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Universtität Bremen im Fachmagazin „Nature“ berichten.

Kein Salzwasser im Ozean

Die Wissenschaftler konnten anhand von Ablagerungen am Meeresboden belegen, dass die nördlichen Meere – der Arktische Ozean und das Europäische Nordmeer – in wenigstens zwei Eiszeiten kein Salzwasser enthielten.

Abrupte Klimaschwankungen

Stattdessen sammelten sich große Mengen Süßwasser in den Ozeanbecken an, die dann vermutlich schwallweise in den Nordatlantik abflossen. Mithilfe dieser plötzlichen Süßwasser-Einströme lassen sich nun vermutlich abrupte Klimaschwankungen erklären, für die Forscher bislang noch keine schlüssige Ursache gefunden hatten. (pga)

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