Der Offshore-Windpark Nordergründe im Mündungsgebiet der Weser. Der Rückbau von Windrädern auf See wird die Windenergie-Branche spätestens in zehn Jahren vor große Herausforderungen stellen.

Der Offshore-Windpark Nordergründe im Mündungsgebiet der Weser. Der Rückbau von Windrädern auf See wird die Windenergie-Branche spätestens in zehn Jahren vor große Herausforderungen stellen.

Foto: dpa

Bremen

Rückbau von Offshore-Windparks: Forscher entwickeln Handbuch

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Von nord24
30. März 2022 // 07:30

1500 Windenergieanlagen stehen in der deutschen Nord- und Ostsee. In rund zehn Jahren müssen die ersten demontiert werden. Die Erfahrungen sind rar, wie das effizient und umweltschonend geschehen kann. Ein von Forscherinnen und Forschern entwickeltes Handbuch gibt Antworten.

Veraltete Windkraftanlagen abbauen

Der Rückbau von Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee wird die Branche spätestens in zehn Jahren vor große Herausforderungen stellen. Wissenschaftler haben deshalb in einem Projekt unter Federführung der Hochschule Bremen ein Handbuch erstellt, das verschiedene Verfahren in Bezug auf Kosten, Umweltverträglichkeit und Arbeitssicherheit bewertet.

Bald muss gehandelt werden

2010 war mit „Alpha Ventus“ nördlich von Borkum der erste deutsche Offshore-Windpark ans Netz gegangen. Inzwischen werden in der deutschen Nord- und Ostsee 1500 Windenergieanlagen betrieben. Wegen der schwierigen Witterungsbedingungen auf See ist die Lebensdauer von Offshore-Windparks auf 20 bis 25 Jahre begrenzt. Spätestens dann müssen sie teilweise oder komplett zurückgebaut und entsorgt werden - möglicherweise aber auch schon früher, um am selben Standort modernere Anlagen mit mehr Leistung zu installieren.

Bedarf an Wissen wächst

Zum Rückbau aber gibt es bisher kaum Erfahrungen. In Deutschland wurde noch kein Offshore-Windpark abgebaut, weltweit sind es bisher erst eine Hand voll.

„See-Off“

In dem zu Ende gehenden dreieinhalbjährigen Projekt „SeeOff“, seien Methoden entwickelt worden, um unterschiedliche Rückbauszenarien berechnen zu können. Dabei habe sich gezeigt, dass bis zu 98 Prozent der in Offshore-Windparks verbauten Materialien recycelt werden könnten. (dpa)

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