Eine Zapfpistole steckt an einer Tankstelle in der Tanköffnung eines Fahrzeugs.

Nach dem russischen Militärangriff auf die Ukraine könnten auch die Energie- und Kraftstoffpreise weiter steigen.

Foto: dpa

Der Norden

Dieselpreis überholt Benzinpreis

Von dpa
7. März 2022 // 12:28

Tanken ist in Deutschland so teuer wie nie. Am Wochenende war Diesel sogar teurer als Super. Entspannung ist für Autofahrer nicht in Sicht - im Gegenteil.

Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Spritpreise erneut auf Rekordhöhen getrieben. Für den Liter Diesel mussten Verbraucher am Sonntag mehr bezahlen als für Super E10, wie der ADAC am Montag mitteilte. Bundesweit kostete ein Liter Super E10 im Durchschnitt 1,965 Euro. Diesel war sogar noch zwei Cent teurer als Super und stieg auf 1,984 Euro.

Nachfrage steigt

Dass Diesel derzeit teurer als Super E10 ist, liegt nach Einschätzung des ADAC an der im Moment sehr hohen Nachfrage nach Heizöl. „Das ist eigentlich saisonuntypisch aber offenbar kaufen die Leute derzeit Heizöl, weil sie nicht wissen, wie es im kommenden Winter wird“, erklärte ein ADAC-Sprecher in München.

Höchster Stand seit 2008

Entspannung ist nicht in Sicht: Ein möglicher Importstopp für Öl aus Russland hat die Ölpreise zum Wochenauftakt auf den höchsten Stand seit 2008 getrieben. Im frühen Handel stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um bis zu knapp 18 Prozent auf 139,13 Dollar und lag damit in der Nähe des Rekordniveaus von fast 150 Dollar aus dem Sommer 2008. Damit beschleunigte sich der Anstieg des Ölpreises der vergangenen Tage. (dpa)

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