Kühe fressen Mischfutter in einem Stall in einer Agrargenossenschaft.

Der Krieg in der Ukraine hat vor allem Nutztierhalter in Schwierigkeiten gebracht: Sie treffen extrem gestiegene Kosten für Futter, Energie und Dünger besonders hart.

Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Norden

Teurer Diesel, teures Futter - Landwirte in der Zwickmühle

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Von nord24
29. März 2022 // 08:11

Der Krieg in der Ukraine hat viele Landwirte unerwartet in eine wirtschaftlich schwierige Situation gebracht: Fehlende Weizenlieferungen aus dem osteuropäischen Land haben die weltweiten Warenströme umgeleitet.

Engpässe treiben Preise hoch

Futter, Düngemittel und Energie sind stark im Preis gestiegen. Ob die Landwirte ihrerseits ihre deutlich höheren Kosten weitergeben können, ist noch nicht klar.

Wen es trifft

Betroffen seien vor allem Landwirte, die jüngst in ihre Ställe investiert haben, um ihre Tiere nach höherwertigeren, tierwohlgerechteren Haltungsstandards zu halten. Denn diese Betriebe hätten wegen der Investitionen auch einen hohen Kapitaldienst an ihre Banken zu leisten.

Gerade Öko-Betriebe beziehen ihr gentechnikfreies Eiweißfutter aus der Ukraine und der Schwarzmeerregion, sagt Holger Hennies, Präsident des Landvolks Niedersachsen: „Für gentechnikfreies Futter gibt es keine anderen Lieferanten.“

Tierhaltung besonders teuer

Gerade die Tierhalter bekommen die extrem gestiegenen Preise zu spüren. Das gilt nicht zuletzt für die Schweinehalter, die in den vergangenen zwei Jahren ohnehin schon unter dramatisch niedrigen Erzeugerpreisen gelitten hatten, berichtet Hubertus Berges, der im Landkreis Cloppenburg Schweine mästet. Ein Tier bis zur Schlachtreife zu füttern, koste ihn im Moment 120 Euro. Vor jeder Einstallung müssten sich die Mäster nun fragen, ob sie das Risiko eingehen oder den Mastplatz nicht besser leer lassen. Denn die Entwicklung der Futterpreise sei derzeit nicht abzuschätzen. „Vor vier Wochen habe ich für eine Futterlieferung noch 24 Euro pro 100 Kilo gezahlt. Jetzt stehen da fast 40 Euro pro 100 Kilo, das ist Wahnsinn.“ (dpa)

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