Bis zum Winter steht für viele Deutsche die nächste Corona-Booster-Impfung an. Doch schützen die dann zugelassenen Impfstoffe auch gegen die zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Virusvarianten?

Bis zum Winter steht für viele Deutsche die nächste Corona-Booster-Impfung an. Doch schützen die dann zugelassenen Impfstoffe auch gegen die zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Virusvarianten?

Foto: dpa-tmn

Gesundheit

Neue Corona-Impfstoffe: Helfen Sie gegen die neuen Varianten?

Von Nordsee-Zeitung (dpa)
26. Juni 2022 // 14:05

Vor dem Winter dürfte für viele ein Corona-Booster anstehen. Der sollte maßgeschneidert auf die kursierenden Virustypen sein. Einfach ist das aber nicht.

Wettlauf mit der Mutation

Im Wettlauf mit dem mutierenden Coronavirus haben Hersteller aus ihrer Sicht positive klinische Daten zu angepassten Impfstoffen vorgelegt. So veröffentlichten Pfizer/Biontech und Moderna jüngst Ergebnisse, denen zufolge ihre angepassten Booster eine effiziente Immunantwort auch gegen die neueren Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 anregen.

Impfstoff ist für nicht mehr nachgewiesene Variante entwickelt

Wichtig zu wissen ist, dass die neuen Vakzine aber nicht speziell auf diese Varianten maßgeschneidert sind, sondern auf die in Deutschland nicht mehr kursierende Sublinie BA.1. Nun wird debattiert, ob das Zulassungsverfahren nicht verkürzt werden sollte, damit die Präparate der Evolution von Sars-CoV-2 nicht zu weit hinterherhinken.

Erneute Ansteckung nach Infektion nicht ausgeschlossen

Es gibt Hinweise, dass eine Infektion mit BA.1 nicht besonders gut vor einer weiteren Infektion mit BA.4 oder BA.5 schützt. Daraus könnte man schließen, dass die neueren Sublinien auch einem auf BA.1 angepassten Impfstoff eher durchs Netz gehen.

Lauterbach und Drosten wünschen sich großangelegte Impfaktion

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der Berliner Virologe Christian Drosten sprachen sich kürzlich für eine Impfkampagne mit bis zu 40 Millionen Geimpften noch vor dem Winter aus. Angepasste Impfstoffe könnten dabei einen besseren Immunschutz gegen Omikron-Sublinien bieten als vorhandene Präparate. Wobei niemand im Moment genau weiß, welche Varianten im Winter in Deutschland dominieren werden. Die Zulassung eines solchen Mittels wird frühestens im September erwartet, auch weil die Hersteller in Studien an Menschen nachweisen müssen, dass das maßgeschneiderte Vakzin einen echten Vorteil bringt.

Zulassungsverfahren in der Kritik

Nun gibt es Diskussionen, ob diese Studien wirklich notwendig sind. Die Argumentation: Mit weniger Vorgaben ginge die Zulassung schneller, und die Gefahr wäre geringer, dass das Virus bei Impfstart bereits weiter mutiert ist, so dass es der Impfwirkung einfacher entkommen kann.

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