Das Bild zeigt das Spezialschiff «Hoegh Esperanza».

Der Gasimporteur Uniper erwartet am 15. Dezember das Spezialschiff «Hoegh Esperanza» als technisches Herzstück für das neue LNG-Anlandeterminal in Wilhelmshaven.

Foto: Höegh LNG/dpa

Der Norden

Wilhelmshaven: In Kürze fließt das erste LNG ins deutsche Netz

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Von nord24
14. Dezember 2022 // 08:00

Die Inbetriebnahme der ersten Anlandungsanlage für LNG in Deutschland steht kurz bevor: Das Spezialschiff "Hoegh Esperanza" wird in Wilhelmshaven erwartet.

Schiff bringt erste LNG-Ladung mit

Am Donnerstag, 15. Dezember 2022, soll das Spezialschiff "Hoegh Esperanza" am neugebauten Anleger in Wilhelmshaven festmachen. Das Schiff bringt bereits eine Ladung Flüssigerdgas (LNG) mit; es soll künftig aber vor allem als schwimmende Plattform zur Speicherung und Regasifizierung (FSRU) dienen.

Letzte Genehmigungen

Am Freitag soll das Unternehmen Uniper als Betreiber die letzten ausstehenden wasser- und emissionsrechtlichen Genehmigungen von der niedersächsischen Landesregierung erhalten. Für Samstag ist die feierliche Inbetriebnahme der Anlage geplant, bevor nach Angaben von Uniper am 22. Dezember erstmals Gas ins deutsche Pipelinenetz eingespeist wird. Der in wenigen Monaten verwirklichte Bau des LNG-Terminals ist Teil der Anstrengungen Deutschlands, unabhängig von Gaslieferungen aus Russland zu werden.

BUND prüft Klage

Wenn LNG wieder in seinen gasförmigen Zustand verwandelt wird, kommt Meerwasser zum Einsatz. Um es zu reinigen, werden Chlor- und Bromderivate zugesetzt und gelangen später wieder ins Meer. Wegen dieser Einleitungen kündigte die Umweltorganisation BUND an, die Genehmigung genau zu prüfen. Die Landesvorsitzende Susanne Gerstner schloss eine Klage nicht aus. Man wolle die LNG-Anlage nicht verhindern, sie aber so umweltfreundlich wie möglich machen.

Polizei sichert Schiff ab

Auf die Ankunft der 294 Meter langen "Hoegh Esperanza" bereitet sich auch die Polizei vor. Als Hochsicherheitsobjekt werde das Schiff ab seinem Einlaufen in die Zwölf-Seemeilen-Zone begleitet, teilte die Polizeidirektion Oldenburg mit. Der Luftraum über dem Frachter sei 2,5 Kilometer im Umkreis gesperrt. Auch die Straßen um den Anleger nördlich von Wilhelmshaven würden gesperrt. (dpa)

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