ausch in Sachen Weservertiefung

© Heilscher

Auch eine Folge der vorangegangenen Weservertiefungen: Uferabbrüche wie hier auf der Strohauser Plate.

Schlagabtausch in Sachen Weservertiefung

Im Kreishaus in Brake kommt es am Dienstag, 13. September, zum großen Schlagabtausch in Sachen Weservertiefung.

Die Zukunft der Weser

Im Kreishaus Schlagabtausch der Gegner und Befürworter der Weservertiefung

Weservertiefung, ja oder nein? Befürworter und Gegner treffen mit ihren Argumenten am Dienstag bei einer Sondersitzung des Umwelt- und des Wirtschaftsausschusses des Kreistages aufeinander. Die Sitzung beginnt um 16.30 Uhr im Kreishaus in Brake.

Die Ablehnung gegen die erneute Vertiefung der Unterweser wird immer breiter. Längst geht der Protest weit über die Landwirtschaft hinaus, die eine weitere Versalzung der Gräben befürchten muss, die mit Weserwasser gespeist werden. Die Wassersportler an der Unterweser haben sich inzwischen gegen die Weservertiefung zusammengeschlossen. Die Umweltverbände ohnehin. Und die Angler beklagen eine Verarmung der Fischfauna in den Sielen durch den hohen Salzgehalt. Auch aus der Industrie kommen Klagen.

Vertreter all dieser Gruppen werden am Dienstag, 13. September, im großen Sitzungssaal des Kreishauses zum Thema sprechen. Zunächst aber wird Ulrich Günther von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die aktuelle Planung zur Vertiefung der Unterweser erläutern. Unterstützt wird dieses Vorhaben vom Weserbund, einer Interessenvereinigung von Weser-Anrainern. Für den Weserbund wird dessen Vorsitzender Uwe Beckmeyer sprechen. Auch die IHK wird vertreten sein. Während es viele Kollateralschäden einer erneuten Weservertiefung gäbe, ist der Nutznießer der Braker Hafen, den Schiffe dann mit mehr Ladung anlaufen könnten.

Ihre Standpunkte gegen wie Weservertiefung werden darlegen Martin Rohde für die Umweltorganisation BUND, Ralf Degen, Dierk Dettmers als Vertreter der Kläger gegen die Weservertiefung, Dirk Decker für die Stadlander Sielacht, Klaus Mahnken für die Wassersportler, Gert Rosenbohm für den Angelverein Brake sowie der Krabbenfischer Söhnke Thaden aus Fedderwardersiel.

Wie kritisch auch manche Weseranrainer unter den Industriebetrieben die Situation sehen, macht eine Stellungnahme von Kronos Titan deutlich. In den Unterlagen, die zur Umweltverträglichkeitsprüfung in Sachen Weservertiefung einsehbar waren,

finde sich an mehreren Stellen der Hinweis, dass es durch die Weservertiefung zu erhöhten Sedimentationsraten kommen könne, so Kronos. Damit sei eine zunehmende Verschlickung des Blexer Anlegers zu erwarten, was den vermehrten Einsatz von Spülschiffen erforderlich mache. Der kostet Geld. Eine erhöhte Sedimentfracht im Kühlwasser führe zudem zu mehr Rückständen, die kostenpflichtig entsorgt werden müssen. Auch das ist eine finanzielle Belastung. Kronos will diese Einwendungen im Anhörungsverfahren zur Weservertiefung geltend machen.

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