Eine Solaranlage auf Stelzen steht über Apfelbäumen.

So sieht eine Agri-Photovoltaik aus. Diese hier überspannt beispielsweise eine Apfelplantage.

Foto: Kästle/dpa

Der Norden

Solarstrom von Ackerflächen könnte Energiekrise abmildern

Autor
Von nord24
23. September 2022 // 08:00

Unten Gemüse, oben Strom: Photovoltaikanlagen über Ackerflächen könnten laut einer Studie einen Beitrag zur Bewältigung der Energiekrise leisten.

Drei Atomkraftwerke ersetzen

Würden in Deutschland nur 0,7 Prozent der Ackerflächen mit Solarzellen überzogen, könnten damit neun Prozent des Strombedarfs im Land gedeckt werden, teilte die Universität Hohenheim am Donnerstag (22.9.22) mit. Rein rechnerisch ließen sich damit drei Atomkraftwerke ersetzen, hieß es.

Anlagen auf Stelzen

Angestellt haben die Berechnungen das Thünen-Institut in Braunschweig und die Uni Hohenheim. Demnach lassen sich 51 Terawattstunden Strom produzieren, wenn man 85.000 Hektar geeignete landwirtschaftliche Flächen für Photovoltaik nutzt. Diese Anlagen werden auf Stelzen errichtet, damit unter den Paneelen weiterhin angebaut werden kann.

Weniger Ernte wird kompensiert

Die Ernteerträge unter den Agri-Photovoltaik-Anlagen gingen um 40 Prozent zurück - die Einnahmeausfälle würden aber durch die Stromvergütung kompensiert. Langfristig könnten sogar rund 30 Prozent des bundesdeutschen Strombedarfs durch Solaranlagen über landwirtschaftlichen Flächen gedeckt werden, sagen die Forscher. Dafür brauche man 300.000 Hektar Ackerfläche. (dpa)

Immer informiert via Messenger
Black Friday, Cyber Monday und Co. – nutzt ihr solche Aktionstage?
344 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger